
Mordprozess in Duisburg: 23-Jähriger soll Mann für 40.000 Euro getötet haben
Seit Donnerstag (12.03.) muss sich ein 23-jähriger Duisburger vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz wegen Mordes verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in der Nacht vom 3. auf den 4. Juni einen 41-Jährigen in dessen Wohnung in Huckingen getötet zu haben. Der Fall im Detail.
Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2026 04:24
Ein 23-jähriger Duisburger steht seit gestern wegen Mordes vor dem Landgericht. Er soll im Juni letzten Jahres einen 41-Jährigen in dessen Wohnung in Huckingen mit 26 Messerstichen und Schlägen mit einer Hantel getötet haben. Laut Anklage hatten der 23-Jährige und sein späteres Opfer zunächst gemeinsam Drogen konsumiert. Dann soll der Angeklagte den ahnungslosen Wohnungsinhaber, der vor dem Fernseher saß, von hinten attackiert haben.
Die Staatsanwaltschaft geht von einer äußerst brutalen Tat aus: Der Angeklagte soll dem 41-Jährigen Stiche in Hals, Schultern, Arme, Rücken und Gesicht zugefügt haben. Anschließend soll er mit einer Hantel zweimal auf den Hinterkopf des Mannes eingeschlagen haben.
Nach der Tat durchsuchte der 23-Jährige offenbar die Wohnung und nahm eine unbekannte Menge Drogen, Schmuck, eine Geldbörse und zwei Handys mit.
Auftragsmord für 40.000 Euro?
Die Ermittler sind überzeugt: Der Duisburger handelte nicht allein. Die Staatsanwaltschaft glaubt beweisen zu können, dass der Angeklagte im Auftrag von Hintermännern agierte. Als Lohn für den Mord sollen ihm 40.000 Euro in Aussicht gestellt worden sein.
Vater zunächst als Anstifter angeklagt
Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft auch den 41-jährigen Vater des Angeklagten wegen Anstiftung zum Mord angeklagt. Der Mann saß vier Monate in Untersuchungshaft.
Nach einem Haftprüfungstermin mit Zeugenvernehmungen setzte die Kammer ihn jedoch auf freien Fuß. Das Gericht änderte die Anklage ab – dem Vater wird nun nur noch der Besitz einer scharfen Schusswaffe vorgeworfen.
Angeklagte schweigen zunächst
Beide Angeklagten wollen sich erst am nächsten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern. Bis Ende April hat das Landgericht insgesamt sieben weitere Verhandlungstage angesetzt.