
Vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz hat der Prozess gegen einen 59-Jährigen aus Homberg begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord an seiner langjährigen Lebensgefährtin vor. Die Frau starb am 20. Februar 2026 in ihrer Wohnung in Oberhausen. Der Angeklagte soll sie dort mit einem Messer angegriffen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen handelte. Ob sich der Mordvorwurf bestätigt, muss das Gericht klären.
Was vor der Tat in Oberhausen geschah
Das Paar führte seit einiger Zeit eine Beziehung mit Trennungen und Versöhnungen. Zum Tatzeitpunkt lebten beide seit etwa einem Monat getrennt. Zuvor hatte die Polizei dem Mann wegen häuslicher Gewalt verboten, in die Wohnung zurückzukehren. Für den 20. Februar hatten sich beide verabredet, um über ihre Beziehung zu sprechen. Bei diesem Treffen soll der Mann unvermittelt zu einem Küchenmesser gegriffen und siebenmal zugestochen haben. Die Frau starb noch am Tatort.
Weitere Verhandlungstage in Duisburg geplant
Nach dem Angriff soll der 59-Jährige versucht haben, sich selbst mit dem Messer zu töten. Zu Beginn des Prozesses ließ er durch seinen Verteidiger erklären, dass er seine Schuld grundsätzlich einräume. An die Tat und den anschließenden Suizidversuch könne er sich nach eigenen Angaben jedoch nicht erinnern. Das Gericht wird nun die Anklage und die Umstände der Tat prüfen. Bis Anfang November 2026 sind sechs weitere Verhandlungstage geplant.