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 Staatsanwaltschaft wirft ehemaligem Chefarzt 96 Fälle des sexuellen Missbrauchs vor.
© Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services
Staatsanwaltschaft wirft ehemaligem Chefarzt 96 Fälle des sexuellen Missbrauchs vor.
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Missbrauchsprozess startet vor dem Landgericht Duisburg

Vor dem Landgericht Duisburg hat der Prozess gegen einen 61-jährigen Mediziner begonnen. Warum sich das Verfahren jetzt wohl verzögert.

Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.2026 13:55

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Vor dem Landgericht Duisburg hat heute (21.07.) der Prozess gegen einen 61-jährigen Mediziner aus Essen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 96 Fälle des sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Therapieverhältnisses vor. Laut Anklage soll der Arzt zwischen 2019 und Ende 2023 drei damals 16 Jahre alte Patientinnen missbraucht haben. Die Taten sollen sich während ambulanter Therapiesitzungen ereignet haben. Betroffen war nach den vorliegenden Informationen die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rheinhausen. Am ersten Verhandlungstag wurde zunächst nur die Anklage verlesen.

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Vorwürfe betreffen Klinik in Rheinhausen

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Der Angeklagte soll damaliger Chef der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Bertha-Krankenhauses in Rheinhausen gewesen sein. Bereits im März war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den früheren Chefarzt erhoben hat. Damals berichtete Radio Duisburg über schwere Vorwürfe gegen den Mediziner im Zusammenhang mit jugendlichen Patientinnen. Die Staatsanwaltschaft hatte erklärt, dass es um zahlreiche mutmaßliche Taten im Rahmen des Behandlungsverhältnisses gehe. Für das Verfahren gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Das Landgericht muss die Vorwürfe nun im Prozess klären.

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Aussage des Angeklagten wohl erst im September

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Nach Angaben seines Verteidigers will sich der Angeklagte nicht sofort zur Sache äußern. Eine Einlassung ist demnach erst für Anfang September vorgesehen. Das könnte Auswirkungen auf den weiteren Zeitplan des Prozesses haben. Zum Auftakt hat das Gericht deshalb nur die Anklage verlesen. Weitere Verhandlungstage dürften sich nun entsprechend nach hinten verschieben. Wann das Verfahren abgeschlossen werden kann, ist nach derzeitigem Stand noch offen.

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