
Ein 29-jähriger Duisburger ist am Landgericht am König-Heinrich-Platz wegen gefährlicher Körperverletzung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Bei einem Streit in einem türkischen Café in Hochfeld hatte er drei Männer mit einem Messer verletzt – zwei von ihnen lebensgefährlich.
Drei Verletzte bei Auseinandersetzung in Hochfeld
Der Vorfall ereignete sich am 1. Juni dieses Jahres in einem Café an der Wanheimer Straße. Während einer Auseinandersetzung verletzte der Angeklagte drei Männer mit einem Messer. Zwei der Opfer erlitten schwere Schnitte am Oberarm und am Handgelenk, die so stark bluteten, dass ihr Leben in Gefahr war. Ein dritter Mann wurde ebenfalls verletzt.
Gericht sieht freiwilligen Rücktritt vom Tötungsversuch
Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft versuchten Totschlag angeklagt. Nach viertägiger Hauptverhandlung kam das Gericht jedoch zu einem anderen Schluss: Die Schwurgerichtskammer war zwar überzeugt, dass der 29-Jährige den möglichen Tod der Männer billigend in Kauf genommen hatte. Allerdings hatte er ohne äußeren Einfluss von den verletzten Männern abgelassen und das Café verlassen. Das Gericht wertete dies als freiwilligen Rücktritt von einem versuchten Tötungsdelikt.
Geständnis und keine Vorstrafen sprachen für den Angeklagten
Für den Duisburger sprachen vor allem zwei Punkte: Er hatte bislang ein leeres Vorstrafenregister und legte während des Prozesses ein Geständnis ab. Der genaue Anlass für den Streit konnte trotz der mehrtägigen Verhandlung nicht geklärt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.