Loveparade: Reaktionen auf mögliches Prozess-Aus

Das Duisburger Landgericht hat vorgeschlagen, das Loveparade-Verfahren einzustellen. Opferanwälte und Staatsnwaltschaft haben Stellungnahmen dazu veröffentlicht.


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Die Opferanwälte sehen den Loveparade-Prozess als gescheitert. Entsprechend äußert sich die Kanzlei Baum & Reiter in einer schriftlichen Stellungnahme. Das Landgericht hat vorgeschlagen, das Verfahren wegen der Coronakrise einzustellen. Die Opferanwälte gehen davon aus, dass Staatsanwaltschaft und Angeklagte dem zustimmen. Für Geschädigte und Angehörige der Opfer sei das ein weiterer schwarzer Tag. Sie seien maßlos enttäuscht, dass es nach fast zehn Jahren höchstwahrscheinlich kein Urteil gibt, sagen Baum & Reiter.

Stellungnahme der Staatsanwaltschaft

Die Duisburger Staatsanwaltschaft will sich noch nicht zum möglichen Ende des Loveparade-Prozesses äußern. Gegen drei Angeklagte wird derzeit noch verhandelt. Durch die Coronakrise kommt aber alles ins Stocken.  Im Sommer drohen Anklagepunkte zu verjähren. Die Staatsanwaltschaft hat bis zum 20. April Zeit, sich zu der Sache zu äußern. Jetzt wird der Vorschlag erst mal geprüft.

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