
Ein 54-jähriger Sicherheitsmitarbeiter hat am Landgericht am König-Heinrich-Platz eine Haftstrafe von achteinhalb Jahren wegen versuchten Totschlags erhalten. Der Mann hatte im Juli vergangenen Jahres einen jungen Bordellbesucher im Rotlichtviertel auf der Vulkanstraße lebensgefährlich verletzt.
Streit um vermeintlich vergessenes Handy eskaliert
Der Vorfall ereignete sich am 22. Juli 2025, als ein 21-Jähriger sich beschwerte, weil er glaubte, sein Handy im Zimmer einer Prostituierten vergessen zu haben. Was als Beschwerde begann, endete in einem brutalen Angriff: Der als Türsteher tätige 54-Jährige schlug den jungen Mann zunächst zu Boden.
Schwerste Kopfverletzungen durch extreme Gewalt
Die Schwurgerichtskammer stellte fest, dass der Angeklagte anschließend den Kopf des am Boden liegenden 21-Jährigen nahm und ihn mehrfach mit beiden Händen auf den Granitboden schlug. Danach lehnte er sein Opfer an ein Geländer und sprang mit beiden Knien voran auf den wehrlosen Mann. Der 21-Jährige erlitt schwerste Schädelverletzungen und musste notoperiert werden. Ein Gerichtsmediziner berichtete, dass der junge Mann bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus tief komatös und dem Tode nahe war. Bis heute leidet er unter den Folgen der Tat.
Zweiter Angeklagter freigesprochen
Ein mitangeklagter 36-jähriger Duisburger wurde vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, den Geschädigten getreten zu haben. Das Gericht sah hierfür jedoch keine ausreichenden Beweise – zumal der 54-Jährige versucht hatte, seinen Mitangeklagten zu belasten.