
Landgericht Duisburg: 41-Jähriger gesteht Missbrauch an geistig behindertem Mädchen
Sechs Jahre nach der Tat hat das Landgericht Duisburg ein Urteil gegen einen 41-jährigen Mann gesprochen. Im Prozess hat er einen sexuellen Übergriff auf die geistig behinderte Tochter seiner früheren Partnerin gestanden. Dieses Urteil hat das Gericht gefällt.
Veröffentlicht: Dienstag, 06.01.2026 09:53
Wegen sexuellen Übergriffs hat das Landgericht Duisburg einen 41-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Der Duisburger soll vor sechs Jahren der geistig behinderten Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin in die Hose gegriffen haben. Nach drei Verhandlungstagen fiel jetzt das Urteil.
Geständnis zum Prozessbeginn
Der Angeklagte hatte schon zu Beginn des dreitägigen Prozesses Anfang Dezember ein Geständnis abgelegt. Er räumte ein, der Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin im Oktober 2020 in die Hose gegriffen zu haben. Das damals 16 Jahre alte Mädchen, das von Geburt an geistig behindert ist, hielt sich während der Herbstferien zu Besuch in der gemeinsamen Wohnung des Angeklagten und ihrer Mutter auf.
Ursprünglich war die Staatsanwaltschaft von zwei sexuellen Übergriffen in den Jahren 2018 und 2020 ausgegangen. Diese weitergehenden Vorwürfe konnten im Prozess jedoch nicht bewiesen werden, sodass das Verfahren auf die vom Angeklagten eingeräumte Tat beschränkt wurde.
Geschädigte konnte kaum aussagen
Die junge Frau konnte vor Gericht nur wenig zu dem Geschehen sagen. Ein Gutachter erklärte, dass sie aufgrund ihrer geistigen Einschränkung zur Tatzeit nicht in der Lage gewesen sei, sich gegen den Übergriff zu wehren oder ihren Willen klar auszudrücken.
Bewährung trotz Vorstrafen
Das Gericht wertete das Geständnis und den Umstand, dass der Mann seit fünf Jahren keine neuen Straftaten begangen hatte, zu seinen Gunsten. Seine neun Vorstrafen spielten nur eine untergeordnete Rolle, da es sich dabei meist um kleinere Delikte handelte.
Dass das Urteil erst jetzt gefällt wurde, lag auch am Angeklagten selbst. Über Jahre hinweg war er nicht zu Gerichtsterminen erschienen. Erst 2025 wurde er festgenommen, sodass der Prozess schließlich abgeschlossen werden konnte.