
Der Werkstoff soll im elektrischen SUV BMW iX3 zum Einsatz kommen – sowohl in der Außenhaut als auch in Strukturteilen und im Batteriegehäuse.
Der neue Stahl enthält einen hohen Anteil aufbereiteter Schrotte und verursacht laut TÜV-Verifizierung deutlich weniger CO₂ als konventionelle Produkte. Technisch bleibt das Material jedoch identisch zu herkömmlichem Stahl. Umformbarkeit, Oberflächenqualität und Verarbeitung entsprechen den Anforderungen der Serienproduktion, wie Thyssenkrupp mitteilt.
Anpassungen in den Presswerken oder Fertigungsprozessen sind nicht erforderlich.
Weniger Kokskohle in der Produktion
„Bluemint recycled" entsteht weiterhin auf der Hochofenroute. Ein Teil des Eisenerzes wird allerdings durch speziell aufbereiteten Schrott ersetzt. Dadurch wird weniger Kokskohle benötigt, die Emissionen sinken entsprechend.
Besonders im Batteriegehäuse spielen die materialtypischen Eigenschaften von Stahl eine zentrale Rolle: Das Material ist nicht brennbar, temperaturbeständig und bildet im Ernstfall eine robuste Barriere. Zudem schirmt Stahl elektromagnetische Felder besser ab als viele Leichtmetalle, betont Thyssenkrupp.
Grüner Stahl ist weiter das Ziel
Thyssenkrupp Steel plant eine wasserstofffähige Direktreduktionsanlage, die den kohlebasierten Herstellungsprozess im Hochofen ablösen soll. Bis zu 2,5 Millionen Tonnen direkt reduziertes Eisen jährlich und Einsparungen von bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO₂ sind vorgesehen.
Spätestens im Jahr 2045 soll die Produktion vollständig klimaneutral erfolgen, kündigt der Stahlkonzern an.