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Keime an Uni Bibliothek: Maßnahmen sind angelaufen
© Funke Foto Service / Tamara Ramos
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Keime an Uni Bibliothek: Maßnahmen sind angelaufen

Bei Routinekontrollen wurden in der Universitätsbibliothek am Campus Duisburg Keime im Leitungswasser nachgewiesen. Diese Maßnahmen hat die Uni eingeleitet.

Veröffentlicht: Donnerstag, 15.01.2026 12:09

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Keime sorgen aktuell für Einschränkungen am Campus der Universität Duisburg. Nachdem im Leitungswasser des Gebäudes LK zwei unterschiedliche Erreger nachgewiesen wurden, sind Teile der Bibliothek sowie die Sanitäranlagen und Teeküchen gesperrt.

Laboranalysen brachten die zwei Erreger "Pseudomonas aeruginosa" und "Legionellen" ans Licht. Beide Keime klingen bedrohlicher, als sie für die meisten Menschen tatsächlich sind, dennoch nimmt die Hochschule die Situation sehr ernst. Die Sperrung der betroffenen Bereiche wird voraussichtlich bis Ende März 2026 andauern. Was zunächst nach übertriebener Vorsicht erscheinen mag, hat einen ernsten Hintergrund.

Pseudomonas aeruginosa gilt als sogenannter Indikatorkeim. Für gesunde Menschen stellt er in der Regel keine Gefahr dar, kann jedoch bei immungeschwächten Personen Schleimhäute und Wunden infizieren. Vor allem weist sein Auftreten auf technische oder hygienische Mängel in der Wasserversorgung hin.

Legionellen sind natürliche Bestandteile von Trinkwassersystemen und werden erst bei höheren Konzentrationen zum Gesundheitsrisiko. An der Universität Duisburg wurden 100 koloniebildende Einheiten pro 100 Milliliter festgestellt. Dieser Wert überschreitet zwar keinen akuten Gesundheitsgrenzwert, macht jedoch eine gründliche Überprüfung der Wasseranlage erforderlich.

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Sanierungsarbeiten dauern bis März

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Die Universität hat nicht nur die betroffenen Bereiche vorsorglich gesperrt, sondern bereits umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt werden die Wasserleitungen systematisch saniert und optimiert. Solche Arbeiten lassen sich nicht über Nacht erledigen, besonders nicht in einem komplexen Gebäude wie einer Universitätsbibliothek.

Die Freigabe erfolgt erst, wenn mehrere aufeinanderfolgende Trinkwasseruntersuchungen vollkommen unauffällige Ergebnisse zeigen. Studierende und Beschäftigte wurden durch Aushänge, Intranet-Mitteilungen und E-Mails informiert, sobald das Ausmaß der Problematik bekannt wurde.

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