
SPD und CDU wollen den Hebesatz für die Grundsteuer B für Wohnimmobilien um 32 Prozent erhöhen. Das bedeutet, dass Eigentümer von Häusern und Wohnungen mehr Steuern zahlen müssen. Auch Mieter spüren die Erhöhung indirekt, weil Vermieter die Grundsteuer über die Nebenkosten weitergeben können. Der Hebesatz soll von 845 Prozent auf 1.169 Prozent steigen – für viele Eigentümer eine deutliche Steigerung innerhalb eines Jahres.
Warum die Erhöhung der Grundsteuer für Wohnimmobilien?
Ursprünglich gab es in Duisburg zwei unterschiedliche Steuersätze für Immobilien: einen höheren für Gewerbeimmobilien und einen mittleren für Wohnimmobilien. Diese Trennung könnte jedoch rechtswidrig sein, wie ein Gericht in Gelsenkirchen in erster Instanz entschied.
Obwohl das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, will die Stadt nun vorsorglich handeln. Die Lösung: Die Steuersätze für beide Immobilienarten werden angeglichen. Das führt zur deutlichen Erhöhung bei Wohnhäusern – im Gegenzug sinken die Steuern für Gewerbeimmobilien wie Bürohäuser.
Das bedeutet aber auch die Gesamtsumme, die die Stadt einnimmt, ändert sich kaum: Durch niedrigere Sätze für Gewerbe bleibt die Einnahme der Stadt ungefähr gleich, etwa 138,6 Millionen Euro. Die Mehrbelastung wird also anders verteilt, nicht die Gesamteinnahmen erhöht.