
Bei einer groß angelegten Kontrollaktion haben Polizei und Ordnungsbehörden in der Nacht von Freitag auf Samstag zehn Gewerbebetriebe im Duisburger Norden überprüft. Die Bilanz: vier Strafanzeigen, ein illegaler Spielautomat und eine beträchtliche Menge Haschisch sichergestellt.
Behörden-Netzwerk kontrolliert 105 Personen
An dem Schwerpunkteinsatz beteiligten sich neben der Polizei das Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Duisburg, die städtische Vollstreckungsstelle, das Hauptzollamt Duisburg sowie die Bezirksregierung Düsseldorf. Im Fokus standen Wettvermittlungsstellen, Gaststätten, Kioske und Schankwirtschaften. Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte rund 105 Personen. Die Beamten schrieben vier Strafanzeigen - unter anderem wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts, Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz, Urheberrechtsverletzung und der Veranstaltung eines illegalen Glückspiels.
Festnahme in Wettbüro auf der Weseler Straße
In einem Wettbüro auf der Weseler Straße stießen die Polizisten gegen 22 Uhr auf einen 61-jährigen Mann mit albanischem Reisepass. Bei der Überprüfung des Dokuments erhärtete sich der Verdacht, dass sich der Mann illegal in Deutschland aufhält. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest.
Illegaler Spielautomat in Bruckhausener Gaststätte entdeckt
Während der Kontrolle einer Schankwirtschaft auf der Reinerstraße in Bruckhausen entdeckten die Einsatzkräfte ein illegales Geldspielgerät. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Duisburg durchsuchten Polizisten den 64-jährigen Betreiber, die Gaststätte sowie sein vor dem Objekt geparktes Auto. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten passende Schlüssel zu dem illegalen Geldspielgerät und stellten diese sicher. Den Betreiber erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Veranstaltung eines Glücksspiels.
Fluchtversuch endet mit Haschisch-Fund
In einer weiteren Schankwirtschaft auf der Reinerstraße versuchte ein 21-Jähriger, über den Hintereingang zu entkommen. Da den Polizisten die Örtlichkeit bekannt war, lief er ihnen direkt in die Arme. Bei der Überprüfung stellten die Beamten Haschisch in mittlerer dreistelliger Grammzahl sicher. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchten weitere Einsatzkräfte die Wohnung des Tatverdächtigen. Die Betäubungsmittel und ein Mobiltelefon wurden beschlagnahmt.
Stadt Duisburg verhängt Verwarngelder und Betriebsschließungen
Einsatzkräfte der Stadt Duisburg erhoben drei Verwarngelder, unter anderem wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz. Mitarbeitende der Vollstreckungsstelle trafen auf 19 Schuldner - fünf von ihnen beglichen ihre Schulden noch vor Ort. Zwei Betriebe mussten noch am selben Abend schließen - darunter auch das Objekt auf der Reinerstraße, in dem die Betäubungsmittel gefunden wurden. In einem Fall leitete das Bürger- und Ordnungsamt wegen festgestellter Pfandverstöße ein Verfahren gegen den Betreiber ein. Die Polizei Duisburg kündigte an, auch künftig mit ihren Netzwerkpartnern mit Nachdruck gegen rechtswidrige Strukturen vorzugehen. Die Bekämpfung der Clankriminalität ist einer der Schwerpunkte der nordrhein-westfälischen Landesregierung.