
Mit der Grundsteinlegung ist heute (22.9.) ein wichtiger Schritt für die Herbert-Grillo-Gesamtschule erreicht worden. Die Schule in Marxloh soll mit einem Erweiterungsneubau und der Sanierung angrenzender Bestandsgebäude fit für moderne Anforderungen werden. Die aktuell fünfzügige Gesamtschule besteht aus mehreren Gebäuden aus unterschiedlichen Baujahren. Die ältesten Teile stammen aus den Jahren zwischen 1900 und 1928, zwei Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Der Standort soll weiterentwickelt werden, ohne seinen Charakter zu verlieren. Gleichzeitig sollen bessere Bedingungen für Unterricht und Lernen entstehen.
Neue Lernräume
Der neue Erweiterungsbau entsteht an der Pestalozzistraße und Gertrudenstraße direkt neben dem Bestandsgebäude D. Geplant ist ein dreigeschossiger Bau mit Staffelgeschoss, der über eine Brücke im ersten Obergeschoss an das denkmalgeschützte Gebäude B angeschlossen wird. So sollen mehrere Gebäudeteile gemeinsam barrierefrei erschlossen werden und ein modernes Flucht- und Rettungswegekonzept bekommen. Im Neubau entstehen vom Erdgeschoss bis ins zweite Obergeschoss Unterrichtsbereiche für die Sekundarstufe I als teiloffene Lernlandschaften. Dazu kommen kleinere Inputräume, Teamräume für Lehrkräfte und Bereiche für Lehrmittel. Im dritten Obergeschoss sind außerdem ein Kunstraum, drei Mehrzweckräume, ein Therapieraum und ein Pflegebad vorgesehen.
Freianlagen, Energie und erster Bauabschnitt
Zum Projekt gehören nicht nur neue Räume, sondern auch Änderungen auf dem Schulgelände. Im Innenhof zwischen den Gebäuden B, C und D ist eine neue „grüne Mitte“ geplant, die für Aufenthalt, Bewegung, Spiel und Veranstaltungen genutzt werden kann. Ergänzt wird das durch einen klimaangepassten Baum-Hain sowie weitere Aufenthalts- und Bewegungsangebote im Norden und Westen des Geländes. Nördlich der Mensa soll zusätzlich ein Kleinsportfeld entstehen. Auch beim Thema Energie setzt die Stadt auf neue Lösungen: Das Flachdach des Neubaus wird überwiegend begrünt, auf geeigneten Dachflächen ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt laufen seit den Sommerferien 2026, für Planung und Bau sind dafür 32 Millionen Euro veranschlagt.