
Nach dem Großeinsatz gegen mutmaßlich organisierte Kriminalität haben die Behörden eine vorläufige Bilanz gezogen. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 71 Beschuldigte. Darunter sind nach Behördenangaben Verantwortliche eines Geldwäschenetzwerks und Mitglieder einer Rockergruppierung. Dabei soll es sich um die "Hells Angels" handeln. Die Staatsanwaltschaft Duisburg leitet die Verfahren. An den Ermittlungen sind auch die Polizei Duisburg und das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW beteiligt.
Mehr als 140 Durchsuchungen bei der Razzia
Duisburg war der Schwerpunkt der Razzia. Darüber hinaus waren die Beamten auch in anderen deutschen Bundesländern wie z.B. Bayern, Berlin und Baden-Württemberg im Einsatz. Im Ausland gab es Einsätze in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden wegen der Razzia. Nach Angaben der Behörden wurden mehr als 140 Objekte durchsucht und 14 Haftbefehle vollstreckt. Mehr als 1.700 Einsatzkräfte waren beteiligt, darunter IT-Fachleute und Teams mit über 50 Spürhunden. Die festgenommenen Beschuldigten wurden einem Haftrichter in Duisburg vorgeführt und befinden sich laut Polizei in Untersuchungshaft.
Grundstücke und Fahrzeuge beschlagnahmt
Bei der Razzia beschlagnahmten die Ermittler unter anderem Grundstücke, hochwertige Fahrzeuge, Konten und Geschäftsanteile. Zudem stellten sie über 1.000 Beweismittel sicher. Den Beschuldigten werden unter anderem Geldwäsche, Betrug und Erpressung vorgeworfen. Ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Waffendelikte und Steuerhinterziehung.
Hinweistelefon eingerichtet
Die Polizei Duisburg hat ein Hinweistelefon eingerichtet. Wer Hinweise auf Geschädigte hat oder selbst betroffen ist und noch keinen Kontakt zu den Ermittlungsbehörden hatte, kann dort anrufen. Die Nummer lautet 0203 280 3333.







