Fußball im TV: Warum jubeln die Nachbarn früher?

Fußball-EM schauen
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Euro 2024

Berlin (dpa/tmn) - Das «Whoooooah!» vom Nachbarn verrät mal wieder, dass der Zweikampf im Mittelfeld der Beginn von etwas ganz Großem war? Wer in dichter bebauten Gebieten Übertragungen von großen Fußballturnieren wie WM oder EM schaut, hat sicher schon einmal festgestellt, dass nicht alle zur selben Zeit auch dieselben Dinge auf dem TV-Schirm sehen.

Grund dafür ist der Weg, wie das TV-Signal ins Haus kommt - und zum Teil auch die genutzte Hardware. Die Fachzeitschrift «c't» hat im Vorfeld der Europameisterschaft noch einmal nachgemessen und teils einen erheblichen Zeitversatz zwischen den verschiedenen Übertragungswegen ermittelt.

Satellit gewinnt, Kabel und Terrestrisch liegen dicht dahinter

Am schnellsten demnach: Fernsehen über Satellit. Rund 6 Sekunden, nachdem das Tor im Stadion fällt, kommt es auf dem Fernseher an. Knapp dahinter liegen der TV-Empfang über Antenne mit DVB-T2 und das Kabelfernsehen.

Tipp: Wer noch kurzfristig vor der am 14. Juni beginnenden Europameisterschaft in Deutschland auf DVB-T2 umsteigen will, findet unter dvb-t2hd.de/empfangscheck einen Überblick über die Signalstärke und nötiges Antennenequipment am eigenen Wohnort. Empfangsgeräte gibt es zu Preisen ab unter 50 Euro.

Und wie sieht es mit dem Internetfernsehen aus? Beim Empfang über IP-TV-Dienste wird es kompliziert. Die große Anzahl der verschiedenen Anbieter, Apps und Empfangsgeräte macht ein klares Ranking schwierig. Was sich im «c't»-Test aber abzeichnete: Am flottesten sind die Mediatheken-Apps von ARD und ZDF, installiert auf Empfangs-Sticks oder Boxen. Die TV-Apps der Streamingdienste hinkten dem Satellitensignal hingegen teils deutlich nach, die meisten waren demnach 12 bis 23 Sekunden später dran.

Zuletzt der Livestream: Wer einen Beamer per Notebook und Livestream versorgen, oder einfach am PC schauen will, fährt demnach mit den Angeboten von ARD und ZDF im Browser am schnellsten. Im Check war deren Signal dennoch etwa 2 bis 6 Sekunden länger unterwegs als das Satellitenbild.

© dpa-infocom, dpa:240607-99-310674/2

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