
Nach einem dreisten Trickdiebstahl in Ratingen lieferten sich drei mutmaßliche Täter am Sonntagabend eine spektakuläre Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Die Flucht endete erst nach einem Unfall im Wald auf Duisburger Stadtgebiet – alle drei Verdächtigen konnten festgenommen werden.
Goldkette auf offener Straße gestohlen
Gegen 18 Uhr war eine 69-jährige Ratingerin zu Fuß auf der Jägerhofstraße unterwegs, als sie aus einem Auto heraus angesprochen wurde. Während ein junger Mann die Seniorin in ein Gespräch über ihre Goldkette verwickelte, nutzte er die Gelegenheit und entwendete den Schmuck. Anschließend stieg er zurück in den Volvo, in dem bereits zwei weitere Männer warteten. Das Trio flüchtete in Richtung Fritz-Bauer-Straße. Ein aufmerksamer Zeuge beobachtete den Vorfall und alarmierte sofort die Polizei. Die eingeleitete Fahndung zeigte schnell Erfolg: Einsatzkräfte entdeckten das verdächtige Fahrzeug und forderten den Fahrer zum Anhalten auf.
Rasante Flucht über die Autobahn
Doch der Fahrer ignorierte die Anhaltesignale und gab Gas. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit raste er auf die A52 in Richtung Essen, später weiter über die A524 Richtung Krefeld. An der Anschlussstelle Lintorf verließ der Flüchtige die Autobahn und steuerte sein Fahrzeug über die Bissingheimer Straße in ein angrenzendes Waldgebiet. Im Bereich der Einmündung Lintorfer Waldweg/Druchter Weg auf Duisburger Stadtgebiet verlor der 19-Jährige schließlich die Kontrolle über den Volvo und prallte frontal gegen einen Baum. Die drei Insassen setzten ihre Flucht zu Fuß fort – vergeblich. Kurze Zeit später stellten die Einsatzkräfte alle drei Verdächtigen.
Trio ohne Fahrerlaubnis unterwegs
Bei den festgenommenen Männern handelt es sich um zwei 37-Jährige und einen 19-Jährigen aus dem Iran. Einer der beiden älteren Verdächtigen wurde bei dem Unfall leicht verletzt und kam zunächst in ein Krankenhaus in Duisburg. Alle drei wurden vorübergehend festgenommen, gegen sie wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen ergaben: Der 19-jährige Fahrer besaß keine gültige Fahrerlaubnis. An dem Großeinsatz waren zahlreiche Polizeikräfte aus Mettmann, Duisburg und Neuss beteiligt. Glücklicherweise wurde bei der Verfolgungsfahrt niemand verletzt.