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Fallen beim Onlineshopping
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Fallen beim Onlineshopping

„Fakeshops“ und „Dark-Patterns“: Was das bedeutet und wie gefährlich das ist, erklärt euch die Verbraucherzentrale Duisburg.

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 16:57

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Online-Shopping geht immer und überall, funktioniert mit wenigen Klicks und macht Spaß. Doch Vorsicht! Shop-Betreiber nutzen Druckmittel, die zu Impulskäufen führen, bezahlen Influencer in sozialen Netzwerken für Produktwerbung oder stellen sich im schlimmsten Fall als Fakeshops heraus, bei denen ihr nach abgeschlossener Zahlung nie ein Produkt bekommt.

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Anbieter provozieren Impulskäufe

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„Nur noch 5 Artikel übrig“, „Bei 10 Leuten im Warenkorb“, „Bei Bestellung in 50 Minuten 50 % Rabatt“, „Gratisversand bei Sofortbestellung“ – und so weiter. Solche Druckmittel werden „Dark Patterns“ genannt. Sie verleiten zu vorschnellen Impulskäufen. Nachträglich stellt man dann oft fest, dass man die Ware gar nicht unbedingt gebraucht hätte, es auf anderen Webseiten günstigere Angebote gibt und das Produkt auch nach zwei Wochen noch bei zehn Leuten im Warenkorb liegt. Ute Burger von der Verbraucherzentrale rät deshalb, sich von diesen „Dark Patterns“ nicht beeinflussen zu lassen, das Produkt ruhig mal eine Nacht im Warenkorb zu lassen, auf anderen Seiten erst Preise zu vergleichen und sich bewusst zu machen, dass bewusst versucht wird, einen zu manipulieren.

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Influencer bewerben Produkte für Geld

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Einkaufen über Social-Media-Werbung (Instagram etc.) machen 48 Prozent der 19- bis 29-Jährigen und 36 Prozent der 30- bis 49-Jährigen. Bezogen auf alle deutschen Internetnutzer:innen sind es 29 Prozent. Influencer bekommen für Werbung Geld, und das ist laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage vielen aus der Zielgruppe bewusst. Insgesamt 21 Prozent gaben an, es sympathisch zu finden, wenn Unternehmen mit Influencern werben. Bei den 16- bis 29-Jährigen finden 33 Prozent diese Form der Werbung zwar sympathisch, knapp 43 Prozent dieser Altersgruppe befürworten aber offenbar eine klarere Kennzeichnung. 90 Prozent aller Befragten setzen mehr auf klassische Produkttests. Das ist auch die bessere Wahl, denn Unternehmen bezahlen Influencer für Produktwerbung – auch für überteuerte oder schlechte Produkte.

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Rücksendung möglich aber nicht immer sinnvoll

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Bei Onlinekäufen gilt grundsätzlich ein 14-tägiges Umtauschrecht. Das bringt bei Produkten, die aus China kommen, aber nicht viel, denn da ist die Retoure eventuell teurer als das eigentliche Produkt.

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Vorsicht vor Fakeshops

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"Fakeshops" sind wie der Name sagt, keine echten Online Shops, sondern gut getarnte Abzockermaschen. Betrüger erstellen eine täuschend echte Internetseite mit Produkten, die es in Wahrheit gar nicht gibt. Diese Betrüger sitzen fast immer im Ausland und verschlüsseln ihre Adresse so gut, dass eine Strafverfolgung und die Chancen, sein Geld wieder zurück zu bekommen quasi bei null liegen. "Wenn ein Produkt so billig ist dass das Angebot fast schon zu gut ist um wahr zu sein, oder ein eigentlich nirgendwo mehr verfügbar ist außer auf dieser Seite, dann stimmt eventuell etwas nicht.", sagt Ute Burger von der Verbraucherzentrale Duisburg. Auch sehr auffällig ist, wenn eine Zahlung nur per Vorkasse möglich ist. Dann haben die Betrüger das Geld und man wartet und wartet, aber die Bestellung kommt nie an. Grundsätzlich sollte man bei unbekannten Onlineshops vorsichtig sein.

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Fakeshop-Finder

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Die Verbraucherzentrale macht es euch einfach: Anstatt selbst zu recherchieren, ob ein Online-Shop sicher oder ein Fake ist, könnt ihr einfach die Adresse des Shops im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale NRW eingeben. Per Ampelsystem seht ihr dann direkt, ob ein Shop rot (eindeutig Fake), gelb (unseriös und unsicher) oder grün (sicher) ist. Außerdem findet ihr dort weitere Informationen zu dem Shop, beispielsweise seit wann er existiert und in welchem Land er verortet ist (Fakeshops befinden sich fast immer im Ausland). Durch eigene Angaben, z. B. wie man auf den Shop aufmerksam geworden ist, kann man den Fakeshop-Finder außerdem weiter verbessern. Hier geht's zum Fakeshop-Finder.

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