
Die Arbeitslosigkeit in Duisburg ist im Dezember leicht gesunken. Doch die positive Zahl täuscht: Der Arbeitsmarkt zeigt deutliche Schwächezeichen. Besonders besorgniserregend ist der anhaltende Rückgang bei den Stellenmeldungen und der Vermittlung in Beschäftigung.
Arbeitslosenquote bleibt bei 13 Prozent
34.568 Menschen waren im Dezember in Duisburg arbeitslos gemeldet – 114 Personen weniger als im November. Die Arbeitslosenquote verharrte dennoch bei 13 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein Anstieg um 679 Personen, was einem Plus von 2 Prozent entspricht. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 12,7 Prozent. Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, bewertet die Entwicklung kritisch: "Der Rückgang der arbeitslosen Menschen um 114 Personen hat keinen Einfluss auf die Arbeitslosenquote, die weiterhin mit 13 Prozent hoch ist."
Stellenmarkt schwächelt weiter
Besonders deutlich zeigt sich die Eintrübung bei den Stellenmeldungen. Im Dezember meldeten Unternehmen 654 neue Stellen – 115 weniger als im November und 57 weniger als im Dezember 2024. Aktuell befinden sich 3.501 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Die meisten offenen Positionen gibt es derzeit in folgenden Branchen:
- Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen
- Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen
- Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen
- Baugewerbe
- Verkehr und Lager
- Gesundheits- und Sozialwesen
Vermittlung in Arbeit rückläufig
Ein besonders beunruhigendes Signal: Immer weniger Menschen finden den Weg aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung. "Seit August 2025 geht diese Kennzahl kontinuierlich zurück und wir sehen im Moment keine Anzeichen für eine Trendwende", erklärt Zimmermann. Im Dezember meldeten sich 4.793 Personen arbeitslos, davon 1.647 direkt aus einer Erwerbstätigkeit. 4.953 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit – aber nur 1.291 durch Aufnahme einer Beschäftigung.