
Ein 38-jähriger Mann aus Detmold muss für anderthalb Jahre ins Gefängnis. Das Amtsgericht Duisburg verurteilte ihn heute wegen Einbruchsdiebstahls in eine Wohnung in der Duisburger Innenstadt. Der entscheidende Beweis: eine Zigarettenkippe mit seiner DNA.
Einbruch durch gekipptes Fenster – Täter flüchtet ohne Beute
In der Nacht zum 16. Juli 2025 stieg der Mann durch ein auf Kipp stehendes Terrassen-Fenster in die Wohnung ein. Aus einem Büro entwendete er ein Etui, in dem er offenbar Geld vermutete. Tatsächlich befanden sich darin nur Schlüssel, die ein Nachbar einen Tag später in seinem Garten fand. Auf dem Schreibtisch hinterließ der Einbrecher eine Zigarettenkippe – das zentrale Beweisstück mit seiner DNA.
Bewegungsmelder löst Flucht aus – Polizei fasst Verdächtigen in der Nähe
Der Angeklagte löste durch einen Bewegungsmelder im Raum selbst das Licht aus. Die Hausbewohnerin bemerkte den Einbruch und alarmierte die Polizei, die den Verdächtigen noch in der Nähe festnahm. Vor dem Schöffengericht behauptete der 38-Jährige, er habe nur nach einem Platz zum Übernachten fragen wollen und sei aus Angst geflüchtet. Das Gericht folgte dieser Darstellung nicht.
Mehrfache Vorstrafen und laufende Bewährungen verschärfen Urteil
Zu Lasten des Angeklagten wirkte sich aus, dass er mehrfach vorbestraft war und zur Tatzeit bereits unter zwei Bewährungsstrafen stand. Deshalb verlängert sich sein Aufenthalt im Gefängnis um weitere elf Monate.