
Mehr als 1.800 Beschäftigte des DVV-Konzerns in Duisburg beteiligen sich an der Aktion Restcentspende. Dabei wird das Nettogehalt Monat für Monat auf den nächsten vollen Euro abgerundet. Die gesammelten Cent-Beträge gehen an soziale Einrichtungen in Duisburg. Im Jahr 2025 kamen so 9.362,02 Euro zusammen. Nach Angaben der DVV ist das die höchste Summe seit dem Start der Aktion. Die aktuelle Spende geht an das Netzwerk KipsE.
KipsE unterstützt Kinder psychisch und suchtkranker Eltern
KipsE steht für das Netzwerk zur Verbesserung der Lebenslage von Kindern psychisch kranker und suchtkranker Eltern in Duisburg. Das Netzwerk ist auf Initiative der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft und des Gesundheitsamts der Stadt Duisburg entstanden. Ziel ist es, das Risiko für betroffene Kinder zu verringern, später selbst psychisch zu erkranken. Dafür arbeiten verschiedene Akteure aus der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie der Suchthilfe in mehreren Stadtgebieten zusammen. Die Spende aus dem DVV-Konzern geht bereits zum zweiten Mal an KipsE. Im vergangenen Jahr hatte das Netzwerk nach Angaben der DVV schon mehr als 8.000 Euro erhalten.
Angebote in Duisburg sollen erhalten bleiben
Maria Malikowska, Psychiatrie- und Suchtkoordinatorin der Stadt Duisburg und Koordinatorin von KipsE, hat die Bedeutung der Spende hervorgehoben. „Es werde dringend gebraucht, um die kostenfreien Angebote zur psychosozialen Unterstützung aufrechtzuerhalten“, heißt es von ihr in der Mitteilung. Genannt werden unter anderem Kurse zur Selbstbehauptung und Kunsttherapie. Diese Angebote sollen Kindern und Jugendlichen helfen, gesunde Entwicklungen anzustoßen. Vorgeschlagen wurde KipsE für die Restcentspende von Tanja Hake. Die SAP-Beraterin im DVV-Konzern hat die Summe auch übergeben.
Restcentspende hat in Duisburg lange Tradition
Die Aktion Restcentspende gibt es im DVV-Umfeld schon seit 2010. Angestoßen wurde sie damals von Beschäftigten der heutigen Netze Duisburg GmbH. Seitdem sind immer wieder soziale Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen unterstützt worden. Zu den bisherigen Empfängern gehören unter anderem das Kinderheim St. Josef in Rheinhausen, die Kita Zaubersterne in Neuenkamp, livingroom e. V. in Meiderich, das Kinderdorf Duisburg in Großenbaum, der Kinder- und Jugendhospizdienst St. Raphael der Malteser und Immersatt Kinder- und Jugendtisch e. V. Die aktuelle Rekordspende zeigt, dass viele kleine Beträge in Duisburg eine große Wirkung entfalten können.