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Duisburgs Sparplan: Was die Bürger erwartet
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Duisburgs Sparplan: Was die Bürger erwartet

Duisburg plant für 2027 und 2028 hohe Defizite. Kitas, Schwimmbäder und Parken sollen teurer werden. Welche Angebote die Stadt trotzdem erhalten will.

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Oberbürgermeister Sören Link und Stadtkämmerer Martin Murrack haben heute (28.09.) den Entwurf für den Doppelhaushalt in den Stadtrat eingebracht. Die Politikerinnen und Politiker des Stadtrats haben über die Pläne abgestimmt. Jetzt sollen die Ausschüsse und Bezirksvertretungen über die Pläne beraten. Für 2027 plant die Stadt im ordentlichen Ergebnis ein Minus von 439,8 Millionen Euro. Für 2028 sind es 462,6 Millionen Euro. Mit einem Haushaltssicherungskonzept will die Verwaltung gegensteuern und bis 2037 wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreichen. Dafür wurden dem Rat mehr als 270 Maßnahmen vorgeschlagen.

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Kitas, Schwimmbäder und Parken in Duisburg

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Im Sparplan steigen unter anderem die Kosten für Kita-Plätze und den Besuch der Schwimmbäder. Auch höhere Parkgebühren und zusätzliche gebührenpflichtige Flächen sind vorgesehen. Damit treffen die Vorschläge Familien ebenso wie Autofahrerinnen und Autofahrer. Auch die Förderung für den Stadtsportbund wird nach den vorliegenden Plänen gekürzt. Konkrete neue Preise liegen noch nicht vor. Schwimmbäder schließen will die Stadt nicht.

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Sparmaßnahmen im Bereich Kultur

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Der Sparplan betrifft auch die Kultur in Duisburg. Die „Duisburger Akzente“ werden ab 2028 nicht mehr veranstaltet. Das Festival hatte 2026 mehr als 90 Veranstaltungen an rund 40 Orten im Programm. Für Kulturinteressierte wäre sein Wegfall eine besonders sichtbare Folge des Sparkurses. Auch ein Neubau von Theater und Oper ist vorerst nicht vorgesehen.

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Weniger Stellen in der Duisburger Verwaltung

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In der Kernverwaltung sollen bis 2037 rund 910 Stellen wegfallen. Nach Angaben der Stadt soll das sozialverträglich geschehen, vor allem wenn Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Zugleich will die Verwaltung Abläufe digitalisieren und künstliche Intelligenz einsetzen. Ob und wie gut das die Arbeit mit weniger Personal auffangen kann, bleibt abzuwarten. Die Zahl der Ausbildungsplätze will die Stadt an ihrem langfristigen Personalbedarf ausrichten.

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Duisburg hält an Investitionen fest

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Trotz des Sparplans will die Stadt an wichtigen Investitionen festhalten. Geplant sind weiterhin Mittel für Schulen und Kitas, den Ausbau von Radwegen, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs sowie Straßensanierungen. Bildung und Mobilität bleiben also Prioritäten, um die Lebensqualität in Duisburg langfristig zu sichern.

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Grund- und Gewerbesteuer in Duisburg

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Bei zwei wichtigen Steuern verzichtet die Stadt nach ihrem Haushaltsentwurf auf eine weitere Erhöhung. Weder die Grundsteuer noch die Gewerbesteuer sollen steigen. Das ist für Unternehmen sowie Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien relevant. Auch Mieterinnen und Mieter können betroffen sein, weil die Grundsteuer über die Nebenkosten abgerechnet werden kann. Oberbürgermeister Sören Link begründet den Schritt damit, dass Duisburg ein attraktiver Ort zum Arbeiten und Wohnen bleiben müsse.

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Investition in die MSV-Arena

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Trotz des Spardrucks will die Stadt die Schauinsland-Reisen-Arena modernisieren. Für die Arbeiten sind über 30 Millionen Euro vorgesehen. Der größte Teil des Geldes soll in ein neues Stadiondach fließen. Geplant sind außerdem neue Drehkreuze mit integrierten Ticketscannern. Auch die Barrierefreiheit in der Arena soll verbessert werden. Hier lest ihr mehr zu dem Thema.

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Kritik an Berlin und Düsseldorf

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Abschließend wird Kritik an der aktuellen Finanzverteilung geübt: Die Stadt fordert, dass Bund und Land nach dem Prinzip „Wer die Musik bestellt, bezahlt“ handeln sollen. Wenn neue Gesetze auf höherer Ebene beschlossen werden, müsse auch die Finanzierung dort geklärt werden. Hintergrund ist das gesamte kommunale Defizit in Deutschland von rund 30 Milliarden Euro.

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