
Auch in diesem Sommer sind wieder viele Musik-Fans in den Landschaftspark gereist um gemeinsam das Traumzeit Festival im stillgelegten Hochofen zu verbringen. Eine Studie der IST-Hochschule für Management hat die wirtschaftlichen Auswirkungen der Veranstaltung für die Stadt Duisburg jetzt untersucht.
Wirtschaftliche Effekte untersucht
Dabei ging es vor allem darum, welche regionalwirtschaftlichen Effekte das Festival hat. Im Fokus stand die sog. Umwegrentabilität. Das heißt die Kosten der Veranstaltung werden ins Verhältnis zu den Einnahmen gesetzt, die es zum Beispiel in Gastronomie und Hotelwesen gibt. Dazu wurden rund 300 Besucherinnen und Besucher des Festivals befragt und Daten zur Förderung aus öffentlichen Mitteln und unter anderem zu Ticketverkäufen untersucht.
Positive Ergebnisse
Die Studie hat gezeigt, dass das Festival tatsächlich eine hohe Nachfrage in der Region auslöst. Besucher von außerorts lassen etwa 222.000 Euro hier. Die Ausgaben vom Festival liegen bei 338.000 Euro. Durch die öffentlichen Fördergelder von 310.000 Euro ergibt sich dadurch eine Umwegrentabilitätsfaktor von 1,81. Der rechnerische Gesamtwert liegt damit nach Abzügen bei rund 840.000 Euro. Runtergebrochen auf die Förderung aus öffentlichen Geldern bedeutet das: Pro investiertem Euro, gibt es regionalwirtschaftliche Effekte von 2,71€. Für den langjährigen Festivalleiter und aktuellen Leiter des Landschaftsparks Frank Jebavy eine Bestätigung in der Veranstaltung:
„Die Ergebnisse zeigen, dass Kulturförderung nicht nur kulturelle Teilhabe, künstlerische Vielfalt und Standortprofil ermöglicht, sondern auch konkrete wirtschaftliche Impulse setzen kann.“
Die Studie zeigt dabei allgemein, dass Kulturveranstaltungen wie das Traumzeit Festival wichtige Faktoren für die regionale Wirtschaft sein können und die IST-Hochschule empfiehlt Veranstaltern wie Förderern, dies in der Planung zu berücksichtigen.