
Ein MSV-Trikot haben viele Fans im Schrank – Jasmin Kiauka wollte aber etwas Besonderes. Die Gründerin von Women for Women hat eine schlichte Army-Jacke in ein stylisches MSV-Unikat verwandelt, das ihre persönliche Verbundenheit zum Verein mit Upcycling und Street-Art-Elementen verbindet. „Ich bin in Meiderich geboren und habe dort auch lange gelebt“, erzählt sie. Schon ihr Vater habe sie früh für den Verein begeistert. Bis heute gehe sie mit ihrem Mann zu den Spielen. Vor jedem Stadionbesuch stellte sich jedoch dieselbe Frage: „Was ziehe ich beim nächsten Spiel an?“ Die Antwort fand sie schließlich selbst. Statt zu einem klassischen Trikot zu greifen gestaltete sie eine individuelle MSV-Jacke. Und sie fällt auf!
Aus alten Teilen werden neue Unikate
Jasmin Kiauka beschäftigt sich schon seit Mitte 2025 mit Upcycling und verwandelt ausrangierte Kleidungsstücke in individuelle Unikate. Ob Army-Jacken, Jeansjacken, Lederjacken, Overalls oder Kimonos – jedes Teil erhält durch ihre kreative Arbeit ein neues Leben. „Upcycling ist für mich sehr meditativ. Das Gefühl, wenn ich eine Jacke an eine Kundin übergebe und sie sich so sehr über ihr persönliches Kleidungsstück freut, kann ich eigentlich mit nichts vergleichen. Das ist schon etwas Besonderes“, erzählt Jasmin. Unterstützung bekommt sie inzwischen von Jule Mehler. Die Maßschneiderin ist ihre neue Partnerin bei Women for Women Fashion. Gemeinsam entwickeln die beiden kreative Ideen und arbeiten an einer neuen Kollektion. Dabei entstehen unter anderem Kleider aus alten T-Shirts oder neu interpretierte Designs aus bereits vorhandenen Materialien. Selbst ein ausgedientes MSV-Trikot haben sie schon in ein neues Lieblingsstück verwandelt. „Wir lassen uns inspirieren“, sagt Jasmin und lacht. Genau diese kreative Freiheit soll auch künftig erhalten bleiben. Viele ihrer Entwürfe entstehen spontan, ohne starre Vorgaben, dafür mit viel Leidenschaft, Fantasie und dem Blick für das Besondere.
Eigener Modekult statt Mainstream
Jasmin will sich mit ihrer Arbeit bewusst vom Mainstream absetzen. „Wir wollen keine Trends schaffen. Wir wollen unseren eigenen Modekult in Duisburg etablieren“, sagt sie. Wer sich für ihre Stücke interessiert, kann aktuell direkt Kontakt aufnehmen. Der Online-Shop wird zurzeit überarbeitet. Die Preise starten bei 60 Euro für Shirts, 80 Euro für Jacken und 130 Euro für Kleider. Wie teuer ein Teil am Ende wird, hängt vom Material und vom Arbeitsaufwand ab. Für die Zukunft hat Jasmin schon klare Vorstellungen. Sie wünscht sich einen festen Ort für Women for Women. Das soll nicht nur ein Verkaufsraum sein, sondern ein Treffpunkt mit Atelier und Community-Fläche. „Da soll man sich schon sehr wohl fühlen und direkt ankommen“, wünscht sich Jasmin.