
Im Duisburger Stadtwald gibt es aktuell besonders niedlichen Nachwuchs: Mehr als 15 Frischlinge toben durch das Gehege. Stadtförster Stefan Jeschke hatte bis vor einer Woche noch Sorge, dass es in diesem Jahr gar keine Wildschweinbabys geben könnte. Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Innerhalb nur einer Woche kamen die jungen Tiere zur Welt.
Warum die Frischlinge in den ersten Monaten Streifen haben
Die jungen Wildschweine tragen in ihren ersten Lebensmonaten die typischen hellen Streifen auf dem Fell. „Ich nenne die Kleinen auch gerne Schlafanzugschweine, denn mit ihren Streifen sehen sie so aus, als würden sie einen Schlafanzug anhaben“, erzählt Jeschke lachend. Die Streifen sind aber nicht nur niedlich, sondern haben auch einen Zweck. Laut Jeschke hilft diese natürliche Zeichnung den Tieren dabei, im Wald besser vor Feinden geschützt zu sein. Nach vier bis fünf Monaten verschwinden die Streifen allmählich wieder. Die Bezeichnungen der Wildschweine ändern sich mit dem Alter: Im ersten Jahr nennt man sie Frischlinge, danach Überläufer, und ab drei Jahren heißen sie Eber oder Keiler.
Brot ist für Wildschweine keine gute Idee
Auch wenn die Frischlinge viele Besucher begeistern, sollten sie nicht mit Brot gefüttert werden. Stadtförster Stefan Jeschke warnt: „Das Brot kann schimmeln und die Tiere krankmachen. Wenn man unbedingt füttern möchte, dann bitte nur Gemüse. Sie mögen besonders gerne Salat.“ Zitrusfrüchte mögen die Tiere laut Jeschke überhaupt nicht. Wer den Wildschweinen also gerne etwas geben möchte, sollte genau darauf achten, was geeignet ist. So können Besucher mithelfen, dass die Wildschweine im Duisburger Stadtwald gesund bleiben.