
5.000 Unterschriften in nur zwei Wochen: Die Waldjugend Duisburg hat am 16. September die ersten Unterschriften ihrer Petition gegen eine CO₂-Pipeline durch den Duisburger Stadtwald im Düsseldorfer Landtag übergeben. Jetzt wollen die Waldjugend Duisburg und der BUND Duisburg über den aktuellen Stand der geplanten Pipeline und das weitere Verfahren informieren. Dazu laden die beiden Organisationen am 23. September um 19:30 Uhr zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Die Petition „Rettet unseren Duisburger Wald – keine DRC-Pipeline durch den Wald!“ war zwei Wochen zuvor gestartet. Die Waldjugend wurde bei der Übergabe im Landtag von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und dem Duisburger Stadtförster Stefan Jeschke begleitet.
Geplante Trasse führt auf rund sechs Kilometern durch den Stadtwald
Im Mittelpunkt der Petition steht die geplante CO₂-Pipeline des Delta Rhine Corridor (DRC). Die derzeitige Vorzugstrasse führt nach den bislang vorliegenden Angaben auf rund sechs Kilometern durch den Duisburger Stadtwald. Dabei wären rund 17 Hektar Wald betroffen. Viele Bäume müssten gefällt werden, darunter 200 Jahre alte Eichen. Der Arbeitsstreifen soll rund 28,5 Meter breit sein. Die Waldjugend fordert deshalb, die westliche Trassenalternative ernsthaft zu prüfen. Diese würde westlich der Autobahn A3 und vorbei am Neubaugebiet 6-Seen-Wedau bzw. über den Duisburger Hafen führen. Anna Hery, Leiterin der Waldjugend Duisburg, erklärt, Klimaschutz und Naturschutz dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Waldjugend stehe für Klimaschutz und wisse um die Bedeutung eines starken Industriestandorts Deutschland, zugleich gehe es ihr um den Schutz des Duisburger Stadtwaldes.
Jeder kann sich am Verfahren beteiligen
Nächstes Ziel der Petition sind 7.500 Unterschriften. Außerdem gibt es eine Informations- und Diskussionsveranstaltung am 23. September, um 19:30 Uhr im Stapeltor (Stapeltor 6, 47051 Duisburg-Mitte). Jeder kann kostenlos vorbeikommen, Fragen stellen und ggf. die Petition unterschreiben.