
Bei einem stadtweiten Schwerpunkteinsatz am Mittwoch (11. März) hat die Duisburger Polizei zahlreiche Verstöße von E-Scooter-Fahrern festgestellt. Von 45 Verwarngeldern bis zu zehn Strafanzeigen – viele Nutzer kannten die Regeln nicht.
Infostand und Kontrollen im gesamten Stadtgebiet
Die Verkehrspolizei startete den Einsatz am Vormittag mit einem Infostand am Landschaftspark, bevor sie zur Königstraße in der Altstadt wechselte. Dort informierten Experten der Verkehrsprävention Bürger über Verkehrssicherheit. Ein besonderer Blickfang: eine nachgestellte Unfallszene mit Auto, E-Scooter und symbolischer Blutlache aus rotem Teppich. Parallel kontrollierten mobile und stationäre Teams von 6 bis 19 Uhr E-Scooter-Fahrer im gesamten Stadtgebiet. Trotz regnerischen Wetters waren zahlreiche Personen mit Elektrokleinstfahrzeugen unterwegs – viele direkt in der Fußgängerzone, wo das Fahren verboten ist.
Unwissenheit über Verkehrsregeln weit verbreitet
In Gesprächen stellte sich heraus: Viele E-Scooter-Nutzer wussten nicht, dass sie in Fußgängerzonen wie der Königstraße nicht fahren dürfen. E-Scooter gehören auf die Straße oder den Radweg – Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Verwarngeld rechnen.
Die meisten Verwarngelder verhängten die Beamten wegen:
- Befahren unzulässiger Verkehrsflächen
- Transport einer zweiten Person auf dem Roller
- Fahren mit Kopfhörern
- Fehlende Betriebserlaubnis
- Anhängen an andere Fahrzeuge
Drogenfahrt und fehlender Versicherungsschutz
Gegen 13:15 Uhr stoppten Polizisten in Hochfeld an der Wanheimer Straße einen 34-Jährigen, der unter Cannabis-Einfluss unterwegs war. Nach einer Blutprobe erwartet ihn ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Besonders häufig: Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Zehn Strafanzeigen schrieben die Beamten insgesamt – viele E-Scooter hatten keinen gültigen Versicherungsschutz.
Polizei warnt vor unterschätzter Gefahr
Polizeioberrat Alexander Paffrath, Leiter der Direktion Verkehr, zieht ein klares Fazit: "Wir stellen immer wieder fest, dass die Regeln im Umgang mit E-Scootern teilweise gar nicht bekannt sind. Viele E-Scooter-Fahrende sieht man auf Gehwegen fahren, wo sie nicht hingehören." Seine eindringliche Warnung: "Ein Mensch hat keine Knautschzone, man ist verhältnismäßig mit viel Bewegungsenergie unterwegs und man unterschätzt das vollkommen." Die Polizei will mit solchen Schwerpunkteinsätzen die Verkehrssicherheit erhöhen und Unfälle verhindern. Die Bilanz des Einsatzes: 45 Verwarngelder, acht Zahlscheine und zehn Strafanzeigen – ein deutliches Signal für mehr Regelkenntnis und Vorsicht im E-Scooter-Verkehr.