
Die Duisburger Polizei hat am Freitag (18.9.) in Neudorf und Neumühl gezielt E-Scooter und andere Elektrokleinstfahrzeuge kontrolliert. Dabei standen vor allem Fahrzeuge im Fokus, die auffällig schnell unterwegs waren oder durch andere Verkehrsverstöße auffielen. Die Bilanz fällt deutlich aus: Es gab sechs Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Außerdem wurden drei Elektrokleinstfahrzeuge und einen Krankenfahrstuhl sicher. Hinzu kamen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Handynutzung am Steuer, vier Verwarngelder, zwei Meldungen an das Straßenverkehrsamt und eine Verkehrsanzeige wegen eines Verstoßes gegen die Kraftfahrzeugsteuer.
Viele manipulierte Fahrzeuge aufgefallen
Bei einem kontrollierten E-Scooter entdeckten die Einsatzkräfte auf dem Handy des Fahrers eine App, mit der sich das Fahrzeug manipulieren lässt. Dadurch kann dadurch die vorgesehene Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern deutlich erhöht werden. Im konkreten Fall soll der E-Scooter bis zu 45 Stundenkilometer erreicht haben. Ein Fahrzeug kann durch solche Umbauten seine rechtliche Einordnung verlieren kann. Dann reicht der normale Status als Elektrokleinstfahrzeug nicht mehr aus und es kann eine Fahrerlaubnis nötig werden.
Alle kontrollierten E-Scooter-Fahrer waren unter 14
Auffällig war auch das Alter der kontrollierten Fahrer. Alle überprüften E-Scooter-Fahrer waren unter 14 Jahre alt. Am Montag (21.9.) wurden die sichergestellten Fahrzeuge auf einem Rollenprüfstand getestet. Dabei zeigte sich erneut, wie stark die Fahrzeuge verändert worden waren. Auch der sichergestellte Krankenfahrstuhl erreichte bei der Überprüfung demnach mindestens 45 Stundenkilometer, obwohl er konstruktionsbedingt auf 25 Stundenkilometer begrenzt sein muss. Das Fahrzeug wird jetzt weiter durch die DEKRA untersucht.