
Duisburg könnte Teil der Olympischen und Paralympischen Spiele werden. Der Stadtrat entscheidet am 24. Februar, ob die Bürger über die Teilnahme an der Bewerbung "KölnRheinRuhr" für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 abstimmen dürfen. Rund 350.000 Duisburger wären dann aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
Oberbürgermeister Link setzt auf demokratische Entscheidung
Oberbürgermeister Sören Link hofft auf ein positives Votum und zeigt sich überzeugt: "Duisburg als sportbegeisterte Stadt und die gesamte Region an Rhein und Ruhr haben das Potenzial für die Spiele." Die Zustimmung zur Bewerbung bedeutet jedoch noch nicht, dass olympische Wettkämpfe tatsächlich in Duisburg stattfinden. Zwischen der kommunalen Beteiligung und einer möglichen Austragung liegen weitere Auswahl- und Prüfverfahren.
So könnte die Abstimmung funktionieren
Die Abstimmung würde ausschließlich per Briefwahl erfolgen. Ab Mitte März würden alle Berechtigten ihre Unterlagen automatisch erhalten – ein Antrag wäre nicht nötig. Abstimmungsberechtigt wären alle Duisburgerinnen und Duisburger, die auch bei Kommunalwahlen wahlberechtigt sind.
Die konkrete Frage würde lauten: „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Duisburg an der gemeinsamen Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, im Jahr 2040 oder im Jahr 2044 beteiligt?“ Die Antwort könnte nur mit „Ja“ oder „Nein“ gegeben werden.
Wichtige Termine und Regeln
Die ausgefüllten Unterlagen müssten bis Sonntag, 19. April, 16 Uhr bei der Stadt eingegangen sein. Sie könnten postalisch zurückgeschickt oder direkt im Rathaus am Burgplatz oder im Wahlamt in den Haesen abgegeben werden. Für ein gültiges Ergebnis müssten mindestens zehn Prozent der Abstimmungsberechtigten teilnehmen. Die Antwort mit den meisten Stimmen würde gewinnen. Die Auszählung würde am 19. April stattfinden, das Ergebnis würde am Abend veröffentlicht werden.
Kosten und Finanzierung
Die Stadt würde mit Kosten von rund 580.000 Euro für den Ratsbürgerentscheid kalkulieren. Das Land Nordrhein-Westfalen würde 85 Prozent davon übernehmen, sodass für Duisburg ein Eigenanteil von etwa 87.000 Euro verbleiben würde.
Diese Sportstätten wären im Rennen
Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, wäre Duisburg mit zwei etablierten Sportstätten beteiligt: Die Regattabahn im Sportpark Duisburg würde die Wettbewerbe im olympischen Rudern und Kanu sowie im Para Rudern und Para Kanu ausrichten. Die MSV-Arena würde als Austragungsort für das olympische und paralympische Sportklettern in den Disziplinen Bouldern, Lead und Speed dienen.