
Das Land NRW berät gerade über einen Referentenentwurf zum Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Dieser umfasst unter anderem, dass eingruppige Kindergärten, die es seit mindestens einschließlich 2007 gibt, ab 2028 keinen Zuschuss mehr von 15.000 Euro bekommen. Neuere eingruppige Einrichtungen und Kindergärten mit mehreren Gruppen bekommen pro Kind Pauschalen. Weil gerade kleine Kindergärten aber oft höhere Kosten haben, ist es mit den aktuellen 15.000 Euro ohnehin schon schwierig, alle Kosten zu decken.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband schlägt Alarm
Der Paritätische Wohlfahrtsverband reagiert daher besorgt. IN NRW wären 240 seiner Einrichtungen mit 4800 Plätzen insgesamt davon betroffen. Die Kritik umfasst auch, dass die 15.000 Euro seit ihrem Bestehen nicht dynamisch angepasst worden sind.
Gerade die kleinen Einrichtungen, die das pädagogische Angebot ergänzen und mit ihrem Angebot oft Lücken füllen können, kommen zu kurz, so die Kritik
Brummkreisel in Duisburg teilt die Kritik
Der Kindergarten Brummkreisel in Neudorf besteht seit 1973. Die eingruppige Eltern-Initiative braucht dringend Fördergelder, sagt uns Leiterin Tessa Schramke auf Anfrage. Durch steigende Kosten sieht sie ihren und ähnlich große und strukturierte Kindergärten sonst bedroht. Ohne die Förderung geraten sie und ihr Team in einen wirtschaftlichen Nachteil. Mögliche Optionen dem entgegenzuwirken sind höhere Beiträge zu Lasten der Eltern und Personalabbau. Schramke kritisiert, dass es darauf hinauslaufen könnte, dass nur reiche sich die Unterbringung in einer Kita dann leisten können. Die diskutierten 15.000 Euro seien kein Luxus, sondern pure Existenzsicherung für die Initiative. Sie hofft also, dass der Entwurf noch überarbeitet wird, damit eingruppige Kindergärten wie ihrer nicht möglicherweise vor dem Aus stehen.