
Das Haniel Museum auf dem Franz-Haniel-Platz in Duisburg-Ruhrort ist ab Februar wieder für Besuchergruppen zugänglich. Im historischen Gründungshaus gibt es Einblicke in mehr als 270 Jahre Unternehmens- und Ruhrgebietsgeschichte.
Das Haniel Museum
Das Haniel Museum befindet sich im historischen Packhaus in Duisburg-Ruhrort. Auf drei Etagen erleben Besucherinnen und Besucher anhand von Original-Schriftstücken, historischen Möbeln sowie liebevoll restaurierten Wohn- und Arbeitsräumen, wie sich Haniel von einem lokalen Handelsunternehmen zu einer international tätigen Unternehmensgruppe entwickelte. Die Ausstellung zeigt zugleich, wie eng die Geschichte Haniels mit der Wirtschafts- und Industriegeschichte des Ruhrgebiets verbunden ist. Sie dokumentiert den Beitrag des Unternehmens zur Industrialisierung und seine prägende Rolle am Standort Ruhrort, heißt es in einer Pressemitteilung.
Führungen und Buchung
Geführte, 90-minütige Rundgänge finden an jedem dritten Donnerstag im Monat statt (außer im August). Los geht es jeweils um 15:00 und um 17:00 Uhr. Die erste buchbare Führung ist am 19. Februar.
Die Buchung erfolgt über die Tourismus Webseite von Duisburg Kontor.
Eintrittspreise: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder (8 bis einschließlich 13 Jahre)
Maximale Gruppengröße: 20 Besucherinnen und Besucher
Zur Geschichte des Packhauses
Das Packhaus wurde 1756 vor den Toren Ruhrorts errichtet. Es diente im 18. Jahrhundert sowohl als Lager für sogenannte „Kolonialwaren“ wie Gewürze, Tabak, Kaffee oder Baumwolle als auch als Wohn- und Kontorhaus der Familie Haniel. Franz Haniel wurde dort 1779 geboren. Das Gebäude geht auf Aletta Haniel, geborene Noot, und ihren Vater Jan Willem Noot zurück, der als Zollbeseher in Ruhrort tätig war. Die Baugenehmigung für das Packhaus erteilte der preußische König Friedrich II. am 10. Februar 1756. Dieses Datum gilt als Gründungsjahr des heutigen Unternehmens Franz Haniel & Cie. GmbH, das damit auf eine 270-jährige Tradition zurückblickt.