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Duisburger Hafen bleibt trotz Niedrigwasser erreichbar
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Duisburger Hafen bleibt trotz Niedrigwasser erreichbar

Der Duisburger Hafen ist trotz sinkender Rhein-Wasserstände weiterhin für die Schifffahrt zugänglich. Die Behörden stellen den Schiffsverkehr wegen des Niedrigwassers nicht ein, sodass Waren weiter umgeschlagen werden können. Allerdings müssen Binnenschiffe Anpassungen bei der Ladung vornehmen. Der niedrige Rheinpegel sorgt zudem für ein Naturphänomen. Die Einzelheiten.

Veröffentlicht: Freitag, 31.07.2026 11:05

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Trotz sinkendem Rheinpegel bleibt der Duisburger Hafen für die Schifffahrt zugänglich. Waren können weiterhin umgeschlagen werden, allerdings müssen Binnenschiffe ihre Ladung reduzieren, da die verfügbare Abladetiefe abnimmt – eine Schiffsladung verteilt sich nun auf mehrere Schiffe. Der Pegel in Ruhrort zeigte am Freitag um 5 Uhr morgens einen Wasserstand von 1,55 Metern.

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Massenschlupf von Eintagsfliegen am Rhein

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Eintagsfliegen der Art Ephoron virgo schlüpfen zeitgleich und treten an einzelnen Tagen in enormen Mengen auf. Dieses Phänomen wiederholt sich jedes Jahr, wobei es sehr gute Jahre wie 2026 und deutlich schwächere Jahre gibt. Die Art war im 20. Jahrhundert in Mitteleuropa weitgehend verschwunden, konnte sich aber seit den 1980er Jahren aufgrund der verbesserten Wasserqualität des Rheins wieder erholen. Seit den frühen 1990er Jahren wird der Massenschlupf im Raum Köln erneut beobachtet. Die erwachsenen Tiere leben meist nur wenige Stunden bis maximal ein bis zwei Tage. Der Schlupf erfolgt am Abend. Die Männchen fliegen zum Ufer und häuten sich dort ein letztes Mal. Die Weibchen paaren sich im Flug über dem Rhein, ohne erneut zu landen, fallen anschließend auf die Wasseroberfläche und geben ihre Eier ab. Die Eier sinken ins Flusssediment und überwintern. Die Larven schlüpfen im Frühjahr ab April und entwickeln sich innerhalb von drei bis vier Monaten zur nächsten Generation. Ephoron virgo hat damit im Rhein eine Generation pro Jahr.

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Zusammenhang mit Niedrigwasser

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Der Schlupf wird vor allem durch die Temperatursumme während der drei- bis viermonatigen Larvenentwicklung gesteuert. Im warmen Sommer 2026 erwärmt sich der Rhein schneller, bei niedrigem Wasserstand kann sich das Wasser zusätzlich schneller und stärker aufheizen. Dadurch entwickelt sich die Larvengeneration früher – der Massenschlupf kann bereits Ende Juli einsetzen, während er in kühleren Jahren oft erst Mitte August erreicht wird. Der niedrige Rheinpegel ist wahrscheinlich nicht der direkte Auslöser, kann aber indirekt über höhere Wassertemperaturen zu einem früheren und möglicherweise stärker konzentrierten Schlupf beitragen.

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