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Das Kultur- und Stadthistorische Museum zeigt die Geschichte der Stadt von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
© Radio Duisburg
Das Kultur- und Stadthistorische Museum zeigt die Geschichte der Stadt von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
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Duisburger Geschichte an einem Ort erleben

Wie alt ist Duisburg wirklich? Im Kultur- und Stadthistorischen Museum geht es um überraschende Stadtgeschichte – unter anderem liegt hier der erste Atlas der Welt.

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Wer die Stadtgeschichte Duisburgs besser verstehen will, kommt in das Kultur- und Stadthistorische Museum am Duisburger Innenhafen. Das Haus erzählt Stadt- und Kulturgeschichte vom mittelalterlichen Handelshafen über die Zeit der Schwerindustrie bis in die Gegenwart. Neben der Dauerausstellung gibt es dort auch eine Ausstellung zu Gerhard Mercator, eine Dauerausstellung zur Geschichte des Geldes sowie aktuell Sonderausstellungen zum König-Heinrich-Platz und zum Duisburger Wald.

„Ich glaube, die größte Überraschung für viele Gäste ist, wie alt Duisburg ist. Man denkt bei Duisburg immer an Kohle, Stahl und Industrie, und das stimmt natürlich auch. Aber Duisburg hat eben auch eine sehr alte Geschichte und wird erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt“, sagt Dr. Andrea Gropp, Kuratorin und kommissarische Museumsleiterin.

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Der Brotkorb des Ruhrgebiets

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Schon das Gebäude selbst ist Teil dieser Geschichte. Der Altbautrakt des Museums befindet sich in einem ehemaligen Getreidesilo der Rosiny-Mühle aus dem Jahr 1902 und damit an einem Ort, der wie kaum ein anderer für Handel und Versorgung steht. Im Innenhafen wurden früher große Mengen Getreide gelagert und umgeschlagen. Daher stammt auch die Bezeichnung „Brotkorb des Ruhrgebiets“.

Wer das Museum besucht, erlebt die Stadtgeschichte also nicht nur in Vitrinen, sondern auch im Gebäude und in seiner Umgebung. Das macht den Standort am Innenhafen zu einem besonderen Zugang zur Geschichte Duisburgs.

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Gerhard Mercator und der erste Atlas der Welt

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Ein wichtiger Teil des Museums ist natürlich Gerhard Mercator. Der Kartograf und Universalgelehrte lebte mehr als 40 Jahre in Duisburg. Seine Mercator-Projektion veränderte die Kartendarstellung grundlegend und ermöglichte eine präzisere Navigation. Viele Menschen begegnen diesem Prinzip bis heute, ohne es zu merken – etwa bei digitalen Karten auf dem Smartphone.

In der Schatzkammer des Museums werden wertvolle Stücke aus seinem Umfeld aufbewahrt. Besonders spannend: Hier liegt der erste Atlas der Welt. „Der erste Atlas wurde hier in Duisburg erfunden“, sagt Dr. Andrea Gropp.

Mercator stellte Karten erstmals als einheitliche Sammlung zusammen und gab ihr den Namen „Atlas“. „Wobei er damit nicht den Titanen aus der griechischen Mythologie meinte, der die Erde auf den Schultern trug, sondern er bezog sich auf einen legendären mauretanischen König, der die ersten Globen angefertigt haben soll“, erzählt Gropp.

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Führungen und Programme für Duisburger Familien

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Neben den Dauerausstellungen und Sonderausstellungen bietet das Kultur- und Stadthistorische Museum an den Wochenenden Führungen, Vorträge, Workshops und weitere Angebote an. Dazu kommen Feierabendführungen und Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche. Außerdem gilt jeden Donnerstag das Prinzip: „Pay what you want – Zahle, was du willst“.

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Das Kultur- und Stadthistorisches Museum in Kürze

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Wo? Johannes-Corputius-Platz 1, 47051 Duisburg

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10 bis 17 Uhr, Sonntag und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen

Eintritt: Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familienkarte: 1 Erwachsener mit Kind(ern) 5 Euro, 2 Erwachsene mit Kind(ern) 10 Euro. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt.

Besonderheit: Jeden Donnerstag gilt „Pay what you want - Zahle, was du willst“.

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