
Das Festival für Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. doxs! macht das Kino zu einem Ort, an dem sich die Realität in unterschiedlichsten Themen und dokumentarischen Formen entfaltet. Plakate, Postkarten, Programmheft und Website erzählen mit Zitaten und Slogans 25 Geschichten, Anekdoten und besondere Momente aus der Festivalgeschichte. Doch doxs! blickt nicht nur zurück, sondern auch nach vorn. Die 33 Filme des diesjährigen Programms führen das Publikum unter anderem mit einer Taschenlampe durch die Nächte Kubas oder an der Seite eines Roboterhundes in die vom Krieg gezeichnete Ukraine. Im Mittelpunkt stehen die Suche nach Identität, Sicherheit und einem Zuhause. Trotz schwieriger Lebensumstände gehen die Protagonistinnen und Protagonisten ihren Weg mit Mut und Kreativität. Die aktuelle Weltlage spiegelt sich deutlich im Programm wider. Viele Filme zeigen den Wunsch junger Menschen nach Stabilität und Orientierung – aber auch ihren Willen, sich frei zu entfalten und ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Was es neben Filmen noch alles zu entdecken gibt:
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf französischen Produktionen. Schülerinnen und Schüler des Steinbart-Gymnasiums sichteten Filme aus dem Festivalarchiv, wählten drei davon aus und moderieren zwei der Vorführungen, eine sogar noch vor dem Festival.
Auch Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht: Beim Gastspiel des französischen Grafikdesign-Kollektivs Jaune Sardine können Besucherinnen und Besucher an drei Tagen eigene Filmplakate gestalten.
Zum Festivalstart veranstaltet doxs! gemeinsam mit LICHTSPIEL – Netzwerk kulturelle Filmbildung e. V. die Fachtagung „Gemeinsam widerständig – Filmfestivals und Schulen im Dialog für Demokratie“. Diskutiert wird, wie sich Filmbildung angesichts gesellschaftlicher Polarisierung, Demokratieverlust und Rechtsruck verändert.
Welche Preise verliehen werden
Unter anderem werden auch Preise verliehen: Die „Große Klappe“ zeichnet den besten politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm aus. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Duisburger Schülerinnen und Schülern. Der von der Bundeszentrale für politische Bildung gestiftete Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Außerdem wird der ECFA Documentary Award für die beste dokumentarische Produktion für Kinder vergeben.
Einblick ins Programm
Das Programm reicht von Filmen über Krieg und Flucht bis hin zu Geschichten über Identität, Familie und das Bedürfnis nach Sicherheit. In „Homecoming“ besucht ein junger Gamer aus der Ukraine mithilfe eines ferngesteuerten Roboterhundes seine zerstörte Heimat. „Ich würde dich gerne sehen“ begleitet Kinder, deren Väter im Gefängnis sitzen und für die jeder Besuch von strengen Regeln und gemischten Gefühlen geprägt ist. Weitere Filme erzählen von der Sehnsucht nach einem Zuhause und davon, eigene Träume trotz schwieriger Umstände zu verwirklichen.