
Nach Angaben der Stadt Duisburg kann in gravierenden Fällen ein Verweis aus dem Bad ausgesprochen werden. Das gilt dann, wenn Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen und dadurch eine konkrete Gefährdung für ihre Kinder entsteht. Die Stadt macht damit klar, dass ein Freibad kein Ort ist, an dem Kinder unbeaufsichtigt bleiben können.
Handy-Eltern werden im Freibad zum Risiko
Aus vielen Schwimmbädern wird berichtet, dass Eltern ihre Kinder am Beckenrand oder im Wasser aus den Augen verlieren, weil sie zu sehr auf ihr Smartphone schauen. Fachleute warnen, dass genau das schnell lebensgefährlich werden kann. Ertrinken passiert oft lautlos und innerhalb weniger Sekunden. Gerade kleinere Kinder brauchen deshalb durchgehend direkte Aufsicht.
Bademeister können Eltern nicht ersetzen
Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister weist darauf hin, dass Bademeister nicht die persönliche Aufsicht über jedes einzelne Kind übernehmen können. Die Verantwortung bleibt auch im Schwimmbad bei den Eltern oder anderen Erziehungspersonen. Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft betont, dass Kinder am und im Wasser ständig beobachtet werden müssen. Selbst flaches Wasser kann für kleine Kinder gefährlich werden.
Warum das Thema für Duisburg wichtig ist
Gerade in der Freibadsaison halten sich viele Familien gleichzeitig an den Becken und Liegewiesen auf. Umso wichtiger ist es, dass Eltern aufmerksam bleiben. Die Duisburger Regelung unterstreicht, dass die Aufsicht über Kinder nicht an Bademeister abgegeben werden kann. Wer mit Kind ins Schwimmbad geht, trägt die Verantwortung immer selbst.