
Die Stadt Duisburg und der ADFC Duisburg arbeiten an neuen Radverbindungen als Alternative zu den erwarteten Einschränkungen durch die Bauarbeiten an der A59. Hintergrund ist der geplante Neubau der Berliner Brücke und des nördlich anschließenden Autobahnverlaufs. In den kommenden Jahren dürfte das den Verkehr im Duisburger Norden deutlich verändern. Laut Stadt sind über längere Zeit weitere Behinderungen zu erwarten. Auch laufende und anstehende Baumaßnahmen der Bahn belasten den Pendelverkehr zusätzlich. Deshalb sollen attraktive Nord-Süd-Routen für den Radverkehr entwickelt werden.
Nord-Süd-Route soll Pendlern in Duisburg helfen
Ziel ist es, möglichst sichere und komfortable Wege von der nördlichen Stadtgrenze über angrenzende Stadtteile bis in die Innenstadt anzubieten. Damit wollen Stadt und ADFC mehr Menschen dazu bewegen, im Alltag auf das Fahrrad umzusteigen. Aus Sicht der Beteiligten könnte das helfen, Staus in Duisburg zu umgehen und den Verkehr insgesamt zu entlasten. Herbert Führmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club sagt: „Aus der Vergangenheit wissen wir, dass solche Baumaßnahmen nicht nur lokal wirken. Sie führen oft zu großflächigen Auswirkungen und zu Staus auf vielen Straßen in Duisburg.“ Deshalb wolle man frühzeitig Alternativen aufzeigen und aktiv fördern.
Stadt und ADFC prüfen Strecken im Duisburger Norden
Ein wichtiger Schritt ist bereits erfolgt. Nach vorbereitenden Gesprächen Ende 2025 haben Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung und des ADFC Duisburg mögliche Strecken bei einer gemeinsamen Ortsbefahrung mit dem Fahrrad geprüft. Dabei wurden verschiedene Varianten erkundet und dokumentiert. Beteiligt waren auch Mitarbeitende des Planungsbereichs für die Stadtbezirke Mitte, Hamborn und Meiderich. Sie konnten die möglichen Strecken selbst per Rad erleben und gleichzeitig aktuelle Planungen einbringen. In den kommenden Monaten sollen nun die favorisierten Routen konkreter ausgearbeitet werden.
Verbesserungen für Radfahrer in Duisburg geplant
Parallel dazu wollen Stadtverwaltung und ADFC mögliche Schwachstellen auf den geplanten Verbindungen identifizieren. Anschließend sollen Maßnahmen entwickelt werden, um diese Punkte zu verbessern. Sebastian Beck, Leiter der Verkehrsplanung bei der Stadt Duisburg, sagt: „Wir sind überzeugt, dass viele Duisburgerinnen und Duisburger das Rad als echte Alternative entdecken können.“ Er ergänzt: „Wer heute im Auto im Stau steht, könnte morgen deutlich entspannter mit dem Rad unterwegs sein.“ Für Menschen, die schon jetzt mit dem Fahrrad fahren, sollen sich durch das Projekt ebenfalls spürbare Verbesserungen ergeben. Begleitet werden soll das Vorhaben auch öffentlich, unter anderem mit Informationen zur geplanten Rad-Umfahrung der A59.