
Eine bittere Nachricht für die Beschäftigten von ArcelorMittal. Im September 2027 sollen gleich zwei Werke des Luxemburger Unternehmens in Laar schließen. Sowohl das Stahlwerk als auch das Knüppelwalzwerk sollen außer Betrieb gehen. Hunderte Arbeitsplätze sind deshalb in Gefahr. Das Unternehmen möchte künftig das Drahtwalzwerk mit Vorprodukten, sogenannten Halbzeugen (Knüppeln), beliefern. In der Folge müssten dann das Stahlwerk und das Knüppelwalzwerk schließen.
Roheisenliefervertrag mit TKS gekündigt
Die Gerüchte über eine Schließung des Stahlwerks in Laar gibt es schon länger. Im Dezember 2024 gab ArcelorMittal die Kündigung des Roheisenliefervertrags mit ThyssenKrupp Steel in Duisburg bekannt. Dieser Liefervertrag läuft im September 2027 aus. Eine Vertragsverlängerung wäre nach Unternehmensangaben zu teuer gewesen. Die Kündigung wurde mit den hohen CO2-Preisen begründet.
Wie geht es weiter für die Beschäftigten?
Die Schließung der beiden Werke trifft die Beschäftigten hart. Gut 550 Arbeitsplätze könnten in Duisburg wegfallen, sagt die Gewerkschaft IG Metall. Die Verhandlungen über einen Sozialplan haben laut IG Metall schon begonnen. Die Gewerkschaft fordert eine Transfergesellschaft für die betroffenen Beschäftigten. Ältere Mitarbeiter sollten nach Ansicht der Gewerkschaft früher in Rente gehen können. Allerdings ist eine schnelle Einigung noch nicht in Sicht. Proteste zur Schließung der Werke soll es erstmal nicht geben.