
Dann hat der Eichenprozessionsspinner Saison:
Anfang Mai befindet sich der Eichenprozessionsspinner je nach Witterung im zweiten von sieben Entwicklungsstadien. Das heißt: Die kleinen Raupen haben noch keine Brennhaare. Diese bilden sich erst ab dem dritten Entwicklungsstadium, etwa Mitte bis Ende Mai, und sorgen bei Kontakt für schmerzhaften, brennenden und juckenden Ausschlag. Ab Mitte Juni verpuppen sich die Raupen und werden anschließend zu Faltern, die bis September schwärmen. Am Ende des Larvenstadiums brechen die Brennhaare wieder ab und rieseln von den betroffenen Eichen herunter. Das bedeutet: Man muss nicht einmal direkten Kontakt mit dem Schädling gehabt haben.
Was passiert bei Kontakt?
Die Reaktionen können unterschiedlich stark ausfallen. Die feinen Brennhaare dringen in die obere Hautschicht und die Schleimhäute ein und sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Symptome bei Kontakt sind: Jucken und Brennen auf der Haut, Brennen in Mund und Nase mit Asthmagefahr, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schwindel, Fieber und sogar Bindehautentzündungen. Im schlimmsten Fall kann sogar ein allergischer Schock eintreten – dann besteht akute Lebensgefahr. Auch bei Tieren führt der Kontakt zu schmerzhaften Reizungen der Schleimhäute. Besonders betroffen sind Hunde.
Wie wird der Schädling bekämpft
In Duisburg ist unter anderem auch Benjamin Kessner mit seinem Team unterwegs. Die Firma „Schädlingsbekämpfung Kessner“ kümmert sich um Schädlinge aller Art und arbeitet verschiedene Objekte in Duisburg ab, bevor die Larven das dritte Entwicklungsstadium erreichen. Dazu gehört unter anderem auch das BG Klinikum in Großenbaum, wo mehrere schöne alte Eichen stehen. Auf dem Anhänger des Firmenfahrzeugs steht eine Nebelkanone, mit der ein Mittel gegen den Eichenprozessionsspinner versprüht wird. Eingesetzt wird der Wirkstoff Bacillus thuringiensis. Das ist ein umweltfreundliches und biologisches Mittel, das auf den Verdauungstrakt der Schädlinge wirkt, sodass diese absterben. Für Menschen und Tiere ist das Mittel hingegen vollkommen unbedenklich. Zwar hat der Eichenprozessionsspinner in der Natur Fressfeinde – darunter Meisen, Fledermäuse und Kuckucke –, diese fressen allerdings eher die ausgewachsenen Falter und seltener die stacheligen Raupen.

