
Wer rund um Christi Himmelfahrt mit dem Auto unterwegs ist, braucht in Duisburg und ganz Nordrhein-Westfalen voraussichtlich viel Geduld. Der ADAC in NRW erwartet für Mittwoch, den 13. Mai, einen der staureichsten Tage des Jahres. Besonders zwischen 13 und 18 Uhr rechnen die Verkehrsexperten mit massiven Behinderungen. Dann trifft der dichte Berufsverkehr auf viele Menschen, die schon vor dem langen Wochenende in den Kurzurlaub starten. Laut ADAC ist der Mittwoch ohnehin meist der staureichste Tag der Woche. Vor dem Feiertag verschärft sich die Lage deshalb zusätzlich deutlich.
Kreuz Kaiserberg und A3 bei Duisburg besonders betroffen
Für Duisburg ist die Lage vor allem rund um das Kreuz Kaiserberg besonders heikel. Der ADAC nennt die Bereiche A3 und A40 bei Oberhausen und Duisburg ausdrücklich als Stau-Schwerpunkt. Auch auf der A2, der A1, der A43, der A46, der A52, der A57, der A4 und der A45 kann es zu erheblichen Verzögerungen kommen. Vor allem Baustellen mit weniger Fahrstreifen bleiben laut ADAC kritische Engstellen. Viele Reisende aus NRW zieht es an die Nord- und Ostsee oder in die Niederlande. Gerade deshalb dürfte es auch auf den großen Nord-Süd- und West-Ost-Verbindungen im Ruhrgebiet eng werden.
ADAC rät zu späterer Abfahrt aus NRW
Wer die schlimmste Stauwelle vermeiden möchte, sollte nach Einschätzung des ADAC erst am Mittwochabend oder sogar am Donnerstag losfahren. Das sagt Mobilitätsexperte Prof. Dr. Roman Suthold. Allerdings bleibt auch der Donnerstagvormittag auf vielen wichtigen Reiserouten außerhalb von NRW noch stauanfällig. Gründe sind zusätzliche Ferientermine und schulfreie Tage in mehreren Bundesländern. Auch in NRW nutzen viele Schulen den Brückentag als freien Tag. Der ADAC verweist zudem darauf, dass Christi Himmelfahrt auch in Belgien, Österreich und der Schweiz Feiertag ist, was den Reiseverkehr zusätzlich erhöhen kann.
Rückreise am Sonntag bringt neue Verzögerungen
Nach Einschätzung des ADAC wird sich die Verkehrslage am Freitag und Samstag zunächst wieder etwas entspannen. Bei gutem Wetter kann es aber an Christi Himmelfahrt selbst sowie am Wochenende auf den Ausfallstraßen in Richtung Naherholungsgebiete ebenfalls voller werden. Am Sonntag steigt die Staugefahr dann ab dem Vormittag durch den Rückreiseverkehr wieder deutlich an. In NRW dürfte die Stauzeit zwar spürbar höher sein als an einem normalen Sonntag. Noch schwieriger kann es aber auf den Rückwegen von der Nord- und Ostsee werden, etwa auf der A1, A2 oder A7. Reisende sollten deshalb auch für den Heimweg genügend Zeit einplanen.
Bei Stau nicht vorschnell von der Autobahn runter
Der ADAC rät außerdem davon ab, bei Stau sofort auf Landstraßen auszuweichen. Häufig seien auch diese Strecken schnell überlastet und für so viel zusätzlichen Verkehr nicht ausgelegt. In vielen Orten komme es dann an Ampeln und Kreisverkehren ebenfalls zu langen Rückstaus. Prof. Dr. Roman Suthold erklärt:
„Durch Echtzeitinformationen empfehlen die Navigationssysteme immer wieder Alternativrouten abseits der Autobahn, teilweise auch mitten durch Großstädte. Oft beträgt der prognostizierte Zeitgewinn aber nur wenige Minuten und die Lage auf der Alternativstrecke verschlechtert sich innerhalb kürzester Zeit. Dann braucht man unter dem Strich noch länger.“
Sinnvoll sei das Verlassen der Autobahn laut ADAC meist erst bei mehr als zehn Kilometern Stau oder bei einer Vollsperrung.
ADAC-Stauberater auch in NRW im Einsatz
Damit Reisende im Feiertagsverkehr nicht ganz auf sich allein gestellt sind, schickt der ADAC Nordrhein am Mittwoch, 13. Mai, und Sonntag, 17. Mai, wieder seine Stauberater auf die Autobahnen in NRW. Die Helfer sind mit Motorrädern unterwegs und unterstützen Autofahrer direkt vor Ort. Sie geben Tipps zur Route, erklären die Rettungsgasse und helfen dabei, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben. Außerdem verteilen sie Getränke und Spielsachen für Kinder. Das soll die Wartezeit für Familien etwas erträglicher machen. Gerade auf langen Strecken kann das für viele eine kleine Hilfe sein.