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Duisburg: Video widerspricht Polizisten vor Gericht
© Radio Duisburg
Land- und Amtsgericht Duisburg
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Duisburg: Video widerspricht Polizisten vor Gericht

In Duisburg hat ein Prozess um falsche Beschuldigung gegen drei Angeklagte begonnen. Ein Video spielt dabei eine zentrale Rolle. Warum der Fall jetzt vor Gericht landet.

Veröffentlicht: Freitag, 24.04.2026 13:14

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Prozess am Amtsgericht in Duisburg gestartet

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Am Amtsgericht am König-Heinrich-Platz hat der Prozess gegen zwei 29 und 27 Jahre alte Duisburger und eine 25-jährige Duisburgerin begonnen. Den drei Angeklagten wird falsche Beschuldigung vorgeworfen. Sie sollen im Juni 2023 einen 58-jährigen Duisburger zu Unrecht eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr beschuldigt haben. Nach den Vorwürfen regelte das Trio damals den Verkehr an einer teils abgesperrten Unfallstelle. Dabei behaupteten die Angeklagten, der Mann habe Anweisungen ignoriert und sei gezielt auf sie zugefahren. Außerdem hätten sie sich nur durch Sprünge zur Seite retten können.

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Video aus Streifenwagen widerspricht den Angaben

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Ein von der Kamera eines Streifenwagens aufgezeichnetes Video zeigt laut Quelle einen anderen Ablauf. Der 58-Jährige hatte demnach zunächst kurz angehalten und war dann weitergefahren. Er fuhr weder gezielt auf die eingesetzten Beamten zu, noch musste jemand zur Seite springen. Damit widerspricht die Videoaufnahme den damaligen Angaben der Angeklagten. Der Fall hatte für den 58-jährigen Duisburger zunächst ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zur Folge. Dieses Verfahren wurde 2025 vom Amtsgericht Duisburg aus tatsächlichen Gründen nicht eröffnet.

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Angeklagte räumen vor Gericht falsche Angaben ein

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Vor dem Schöffengericht haben die Angeklagten nach der Quelle eingeräumt, dass ihre damaligen Angaben nicht der Wahrheit entsprochen haben. Der damalige Streifenführer erklärte, er habe den Vorfall wohl falsch wahrgenommen. Die beiden Mitangeklagten konnten dafür keine nachvollziehbare Erklärung liefern. Damit steht jetzt nicht mehr der 58-Jährige, sondern das Verhalten der drei Angeklagten im Mittelpunkt des Verfahrens. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Die Verhandlung soll am 12. Mai fortgesetzt werden.

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