
Zur Fußball-WM in den USA ist ein Polizist aus Nordrhein-Westfalen als Verbindungsbeamter im internationalen Lagezentrum im Einsatz. Das hat das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW mitgeteilt. Polizeioberrat Mika Stalleicken ist dafür zum International Police Cooperation Center nach Leesburg im US-Bundesstaat Virginia gereist. Seine Aufgabe ist es, Informationen zwischen den beteiligten Behörden schnell auszutauschen. So sollen mögliche Gewalttaten und Störungen rund um das Turnier möglichst früh erkannt werden. Für Duisburg ist das Thema besonders relevant, weil die Unterstützung nicht nur aus den USA kommt.
Kurzer Draht zwischen Virginia und Duisburg
Nach Angaben des Landesamtes arbeitet Stalleicken nicht allein. Er kann sich auf ein Team in Duisburg verlassen, das zur Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze gehört. Dort werden eingehende Informationen schnell bewertet und weitergegeben. Damit spielt Duisburg eine wichtige Rolle im internationalen Sicherheitskonzept für die WM. Gerade bei großen Fußballturnieren ist ein enger Austausch zwischen den Behörden wichtig, um auf mögliche Risiken rasch reagieren zu können. Neben dem NRW-Beamten ist auch eine Vertreterin des Bundeskriminalamtes im Lagezentrum in den USA im Einsatz.
NRW-Innenminister betont Rolle der deutschen Polizei
NRW-Innenminister Herbert Reul hat die Aufgabe des Verbindungsbeamten hervorgehoben. Er sagte: „Unser Verbindungsbeamter vor Ort hält den Draht nach Duisburg, tauscht Infos schnell aus und sorgt dafür, dass Risiken früh gesehen und Störer rechtzeitig gestoppt werden.“ Außerdem erklärte Reul: „Damit zeigen wir auch den Gastgebern: Auf die deutsche Polizei ist Verlass, wenn es um die Sicherheit unserer Fans im Ausland geht.“ Nach seinen Worten soll die WM für die Menschen ein friedliches Fußballfest sein. Die Polizei aus den Teilnehmerländern soll dazu beitragen, dass Probleme außerhalb des Spielfelds möglichst verhindert werden.
Einsatzdauer hängt vom Turnierverlauf ab
Wie lange der Einsatz des NRW-Polizisten in den USA dauert, ist noch offen. Nach Angaben des Landesamtes hängt das vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft ab. Schon bei der WM in Katar war der Einsatz der deutschen Polizei beendet, nachdem die Mannschaft in der Vorrunde ausgeschieden war und viele Fans abgereist sind. Der Direktor des Landesamtes, Markus Hattwig, sagte, Stalleicken könne sich mit der Rückkehr bis nach dem Finale am 19. Juli Zeit lassen. Eine frühere Heimreise wäre demnach ein Zeichen für ein vorzeitiges Aus des Teams. Ein ähnliches internationales Polizeizentrum hatte es auch bei der Fußball-EM 2024 in Deutschland gegeben, damals in Neuss bei Düsseldorf.