
Duisburg tanzt wieder gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Am Samstag, 14. Februar, setzt Duisburg ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Um 14 Uhr versammeln sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Kuhtor in der Innenstadt zum gemeinsamen Tanzprotest – Teil der weltweiten Kampagne "One Billion Rising".
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.02.2026 08:36
Am Samstag wird in Duisburg wieder gegen Gewalt an Frauen und Mädchen getanzt. One Billion Rising zählt zu den größten internationalen Bewegungen für Gleichberechtigung und gegen Gewalt an Frauen. Auch Duisburg beteiligt sich erneut an dieser bedeutenden Aktion. Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn wird die Veranstaltung offiziell eröffnen, die vom Runden Tisch "Gewaltschutz für Duisburg" organisiert wird.
Der Tanzprotest steht als Symbol für weltweite Frauensolidarität. Zu dem Lied "Break the Chain – Sprengt die Ketten!" werden die Teilnehmenden gemeinsam tanzen und damit ihre Stimme gegen Gewalt erheben.
Breites Bündnis unterstützt die Aktion
An der Tanzdemo beteiligen sich zahlreiche Organisationen und Einrichtungen: das städtische Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit, das Frauenhaus Duisburg, die Duisburger Frauenberatungsstelle sowie die Vereine Mina e.V. und Mabilda e.V. Auch das autonome Frauenhaus und der Opferschutz der Duisburger Polizei sind mit dabei.
Das ADTV Tanzhaus Duisburg unterstützt den Protest bereits seit mehreren Jahren und wird mit einer Tanzgruppe auftreten.
Protest gegen gravierende Menschenrechtsverletzung
"Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen weltweit", erklärt das Organisationsteam. Mit der Teilnahme an One Billion Rising wollen die Veranstalterinnen auf das weltweite Ausmaß dieser Gewalt aufmerksam machen und aktiv dagegen protestieren.
Die Organisatorinnen hoffen auf eine rege Beteiligung der Duisburger Bevölkerung. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es online unter www.onebillionrising.de sowie beim Frauenbüro der Stadt Duisburg telefonisch unter 0203 283-3316 oder per E-Mail an frauenbuero@stadt-duisburg.de.
Frauenberatungsstelle: Hoher Bedarf, unsichere Finanzierung
Die Duisburger Frauenberatungsstelle kennt die Problematik aus erster Hand. Fünf Mitarbeiterinnen teilen sich dort drei Vollzeitstellen - und kämpfen gleichzeitig mit prekärer Finanzierung. Die Förderung erfolgt teils durch das Land, teils durch die Kommune. Letztere ist eine freiwillige Leistung ohne Garantie auf Fortbestand.
Der Beratungsbedarf ist hoch, wie der aktuelle Jahresbericht 2024 zeigt. Die Beratungsstelle ist nicht nur Anlaufstelle für Betroffene, sondern auch in verschiedenen Gremien aktiv - darunter der Runde Tisch Gewaltschutz für Duisburg.
Aufklärung auf der Straße und in Schulen
Die Arbeit der Beratungsstelle geht weit über klassische Beratungsgespräche hinaus. Das Team bietet Präventionsschulungen in Schulen und Betrieben an und ist regelmäßig im Stadtbild präsent. Besonders an wichtigen Aktionstagen wie dem 8. März (Internationaler Frauentag) und dem 25. November (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen) gehen die Mitarbeiterinnen direkt auf die Menschen zu.
Seit einigen Jahren verteilen sie an diesen Tagen Brötchentüten an Duisburgerinnen und Duisburger - eine niedrigschwellige Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Tanzdemo am Samstag ist eine weitere Gelegenheit, gemeinsam Position zu beziehen.