Anzeige
Razzia gegen internationales Drogennetzwerk
© Frank Oppitz / FUNKE Foto Services
Razzia gegen internationales Drogennetzwerk
Teilen:

Duisburg: Razzia gegen internationales Drogennetzwerk

Duisburg spielt eine zentrale Rolle bei Ermittlungen gegen ein internationales Rauschgiftnetzwerk. Was bei den Durchsuchungen in NRW, Hessen und Bulgarien sichergestellt wurde.

Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.2026 08:50

Anzeige

Die Staatsanwaltschaft Duisburg und das Bundeskriminalamt sind am Dienstag in einer koordinierten Aktion gegen ein internationales Rauschgiftnetzwerk vorgegangen. Nach Angaben der Behörden wurden an 15 Objekten richterliche Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Die Maßnahmen liefen zeitgleich in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bulgarien. Unterstützt wurden die Ermittler von der Polizei NRW, der Steuerfahndung NRW und weiteren Behörden. Die Beschlüsse hatte das Amtsgericht Duisburg erlassen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert weiter an.

Anzeige

Sicherstellungen bei den Durchsuchungen

Anzeige

Bei den Maßnahmen haben die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Dazu gehören nach Angaben der Staatsanwaltschaft Duisburg und des BKA eine scharfe Schusswaffe, rund 20.000 Euro Bargeld und eine erhebliche Menge an Betäubungsmitteln. Außerdem ist einer der Hauptbeschuldigten vorläufig festgenommen worden. Gegen ihn besteht unter anderem der Verdacht des bewaffneten und gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge. Er soll am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dinslaken vorgeführt werden. Der Richter entscheidet über eine mögliche Untersuchungshaft.

Anzeige

Elf Beschuldigte und 140 Kilo Marihuana

Anzeige

Die Ermittlungen richten sich gegen elf Beschuldigte verschiedener Nationalitäten im Alter zwischen 26 und 63 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, ein Firmennetzwerk aufgebaut und betrieben zu haben, um darüber erhebliche Mengen Rauschgift aus Südamerika und Thailand illegal nach Deutschland einzuführen. Nach Angaben der Ermittler ist im Zuge der bisherigen Ermittlungen bereits eine Lieferung von 140 Kilogramm Marihuana sichergestellt worden. Außerdem steht das Netzwerk im Verdacht, mehrere Millionen Euro ungeklärter Herkunft ins Ausland transferiert zu haben. Ermittelt wird wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Cannabis in nicht geringer Menge, Geldwäsche und Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall.

Anzeige

Zusammenarbeit mit Behörden in Bulgarien und Hessen

Anzeige

An dem Einsatz waren neben den Duisburger Ermittlungsbehörden auch weitere Stellen in Deutschland und Bulgarien beteiligt. Die Staatsanwaltschaft Duisburg arbeitete dabei nach eigenen Angaben eng mit der Staatsanwaltschaft Varna in Bulgarien zusammen. Zudem gab es eine Abstimmung mit Behörden in Frankfurt am Main und Hessen, die in einem gesonderten Verfahren gegen eine weitere Tätergruppierung ermitteln. Die Ermittler sehen in dem Fall ein Beispiel dafür, dass kriminelle Gruppen legale Strukturen missbrauchen und ihre Transportwege anpassen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige