
Treffen in Rumeln am Samstag
Am Samstag, 21. März, soll eine Bürgerinitiative gegen die geplante Bebauung auf dem Gelände Zeche Fritz gegründet werden. Das Treffen startet um 15 Uhr im Gesundheitszentrum "NatLife" an der Friedrich-Alfred-Straße 217. Eingeladen sind nicht nur Anwohner, sondern auch Politiker und alle Interessierte. Viele Anwohner in Rumeln befürchten den Verlust einer schützenswerten Grünfläche, zu dichte Bebauung und Verkehrsprobleme.
Das ist zu den Plänen bekannt
Für das 14 Hektar große Gelände der ehemaligen Zeche Fritz läuft aktuell die Rahmenplanung. Nach dem Ideenforum hat ein Planungsbüro mehrere Strukturvarianten vorgestellt. Ziel ist ein neues Quartier südlich der Rathausallee. In den Unterlagen ist von einer Wohnbaufläche mit rund 7,6 Hektar die Rede. Hinzu kommt ein Grünkorridor mit etwa 4,4 Hektar sowie Flächen für einen möglichen Schulstandort und eine Kita. Somit würden gut zwei Drittel der grünen Fläche versiegelt werden. Eine endgültige Entscheidung gibt es nach jetzigem Stand aber noch nicht. Der Prozess soll bis zum Sommer 2026 weiter konkretisiert werden.
Folgen für Natur und Wohnqualität
Udo Bremekamp, Initiator der Bürgerinitiative, sieht die Pläne kritisch. Er sagt: „Bei dem Bauvorhaben, was hier geplant ist, reden wir ja nicht nur über eine kleine Reihenhaussiedlung, sondern wir reden direkt über 350 bis 500 Wohneinheiten.“ Das würde den Charakter des Gebiets deutlich verändern. Spaziergänger, Familien und Hundebesitzer nutzen das Stückchen Natur, das in den letzten rund 50 Jahren entstanden ist. Fledermäuse, Rebhühner, Fasane und ein Specht seien auch dort beheimatet, so Bremekamp. Die Initiative fordert deshalb, Natur- und Artenschutz in den weiteren Planungen stärker zu berücksichtigen.
Verkehr und Bürgerbeteiligung sind weitere Streitpunkte
In den Planungsunterlagen werden unter anderem die Düsseldorfer Straße, die Rathausallee und die Bergwerksstraße als sensible Bereiche genannt. Dort geht es um Verkehrsbelastung, Querungen für Fußgänger und Verbesserungen beim ÖPNV. Bremekamp kritisiert außerdem die bisherige Bürgerbeteiligung bei der "Planungswerkstatt". Er sagt: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass das, was die Bürger im Januar gesagt haben, wirklich da dann Berücksichtigung fand.“ Mit der Gründung der Bürgerinitiative sollen diese Einwände jetzt gebündelt werden.
