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Die alte Eishalle ist bereits abgetaut. Ursprünglich war Geschäftsführer Södler davon ausgegangen, dass der Umzug rechtzeitig vor dem Saisonstart im August abgeschlossen sein würde.
© RadioDuisburg
Die alte Eishalle ist bereits abgetaut. Ursprünglich war Geschäftsführer Södler davon ausgegangen, dass der Umzug rechtzeitig vor dem Saisonstart im August abgeschlossen sein würde.
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Duisburg: Neuer Eishallen-Plan - Start verzögert sich

Die temporäre Eissporthalle in Duisburg soll nun am alten Güterbahnhof entstehen. Allerdings verzögert sich der Zeitplan. Warum der Standort gewechselt wird und was das für die Eishockey-Saison 2026/2027 bedeutet.

Veröffentlicht: Dienstag, 28.04.2026 10:33

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Die Übergangseissporthalle in Duisburg soll nicht mehr wie ursprünglich geplant im Sportpark Duisburg gebaut werden. Stattdessen hat die Stadt jetzt einen neuen Standort gefunden: die frühere „FlicFlac“-Fläche am alten Güterbahnhof an der Koloniestraße. Hintergrund sind Probleme, die bei der genaueren Prüfung des bisherigen Standorts aufgefallen sind. Laut Mitteilungsvorlage für die nächste Ratssitzung geht es dabei vor allem um Verkehr, Lärmschutz und Artenschutz. Zusätzliche Gutachten würden das Projekt wohl auch zusätzlich deutlich ausbremsen, heißt es in der Mitteilungsvorlage. Weil die Halle aber möglichst schnell gebraucht wird, setzt die Stadt nun auf die neue Fläche.

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Warum der Standort am alten Güterbahnhof besser passt

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Aus Sicht der Stadt spricht einiges für den neuen Standort. Die Fläche ist für Veranstaltungen in dieser Größenordnung schon genutzt worden und gilt deshalb als rechtssicher und schnell umsetzbar. Dazu kommt: Teile des Geländes sind bereits asphaltiert, weil dort früher Veranstaltungszelte standen. Das könnte den Bau der temporären Halle erleichtern. Auch Eishallen- und Füchse-Geschäftsführer Tom Södler sieht Vorteile beim neuen Standort. Er sagt: „Verkehrstechnisch ist der neue Standort einfach deutlich besser angebunden. Wir haben dort außerdem genug Platz und auch die Anwohner werden dort weniger Probleme mit uns haben." Ein weiteres Argument für den Standortwechsel ist die Parkplatzsituation. Die nötigen Stellflächen sollen laut Stadt mit vergleichsweise wenig Aufwand auf bereits befestigten Bereichen entstehen. Genutzt werden sollen dabei auch Flächen, die eigentlich für den IGA-Parkplatz 2027 vorgesehen waren. Nach Angaben der Stadt lassen sich beide Nutzungen miteinander vereinbaren. 

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Duisburg muss auf die neue Übergangs-Eishalle länger warten

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Ganz ohne Verzögerung läuft das Projekt aber trotzdem nicht. Nach aktuellem Stand rechnet die Stadt damit, dass die Übergangseissporthalle erst im Oktober oder November 2026 fertig wird. Das hat Folgen für den Start der Saison 2026/2027. Deshalb wird jetzt geprüft, ob Training und Spielbetrieb zunächst noch am bisherigen Standort laufen können. Die Abstimmung dazu soll mit der Bauordnung erfolgen. Wenn das möglich ist, würde auch der Abriss der alten Eissporthalle nicht wie ursprünglich geplant im Sommer 2026 starten, sondern erst Anfang 2027. Eishallenintern stellt sich Södler und sein Team schon auf die Zwischenlösung ein: „Ich gehe davon aus, dass wir hier nochmal starten müssen. Offiziell ist es noch nicht, aber ich bin Realist. Und von daher, wir planen so, dass wir hier erstmal starten und dann in Richtung Oktober, November dann umziehen.“

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Alte Eishalle muss nochmal hergerichtet werden

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Dass der Umzug nicht wie geplant schon im August klappen kann, ist für die Eishalle ein echtes Problem. In der alten Halle wurde bereits damit begonnen, das Eis abzutauen, den Boden herauszureißen und Teile auszuräumen. Wenn dort jetzt doch noch einmal gespielt und trainiert werden soll, muss ein Teil davon wieder rückgängig gemacht werden. Tom Södler rechnet damit, dass diese Arbeiten noch einmal drei bis vier Wochen dauern. Ausgelagerte Teile müssen dafür zurückgeholt und wieder eingebaut werden. Klar ist auch: Die Halle erneut betriebsfähig zu machen, wird viel Geld kosten. Wie hoch die Summe am Ende ausfällt, ist bislang aber noch offen. Dazu kommt ein weiteres Problem: Wegen der Unsicherheiten konnte der Dauerkartenverkauf bisher noch nicht starten, obwohl das für die Eishalle in den Sommermonaten besonders wichtig ist. Und selbst am neuen Standort ist noch nicht alles entschieden, denn die Baugenehmigung ist nach jetzigem Stand bislang nur beantragt.

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