
Andreas Kuklinski ist seit mehr als 30 Jahren als LKW-Fahrer unterwegs – und für ihn ist das längst mehr als nur ein Beruf. Es ist Leidenschaft. Aktuell fährt er für die Rhein-Lager Spedition aus Duisburg. Wir haben den Duisburger einen Tag lang begleitet und schnell gemerkt: Hinter dem Steuer zu sitzen bedeutet weit mehr, als einfach nur von A nach B zu fahren. Der Arbeitstag beginnt früh, oft wenn andere noch schlafen. Dann heißt es: Verantwortung übernehmen – für tonnenschwere Ladung und für die Sicherheit im Straßenverkehr.
Mehr als nur „fahren“: Das steckt hinter dem Job
Viele unterschätzen, wie anspruchsvoll der Beruf ist. Konzentration ist dauerhaft gefragt, genauso wie Erfahrung und vorausschauendes Fahren. „Man muss immer für alle mitdenken“, sagt Andreas. Gerade im dichten Verkehr kann ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit schnell gefährlich werden.
Zwischen Freiheit und Stress: Die schönen und schwierigen Seiten
Trotz aller Herausforderungen liebt Andreas seinen Job. Besonders das Gefühl von Freiheit macht für ihn den Reiz aus: allein unterwegs sein, Musik hören und den Kopf freibekommen. Der Job kann auch sehr abwechslungsreich sein: Je nachdem, welche Ware transportiert wird, lernt Andreas auch etwas über diese Ware. Doch es gibt auch die andere Seite. Vor allem im Ruhrgebiet wird der Arbeitsalltag oft zur Geduldsprobe: Staus, enge Straßen und zahlreiche Baustellen gehören hier zur täglichen Routine.
Gefährliche Situationen im Straßenverkehr
Kritisch wird es vor allem dann, wenn andere Verkehrsteilnehmer den LKW unterschätzen. Immer wieder kommt es vor, dass Autos viel zu knapp vor ihm einscheren. „16 Meter Abstand sind da manchmal alles – und das ist viel zu wenig“, erklärt Andreas. In solchen Momenten zählen Sekunden. Dank seiner langjährigen Erfahrung bleibt er ruhig und reagiert besonnen.
Mehr Verständnis für LKW-Fahrer gewünscht
Was Andreas sich wünscht, ist vor allem mehr Verständnis im Straßenverkehr. Viele Autofahrer seien sich nicht bewusst, wie lang der Bremsweg eines LKW ist oder wie schwer die Fahrzeuge sind. Dabei können schon kleine Gesten viel bewirken: etwas mehr Abstand halten, vorausschauend fahren oder einfach mal eine Lücke lassen. Wer aufmerksam ist und einem LKW das Einfädeln erleichtert, wird manchmal sogar belohnt – mit einem kleinen Zeichen. Denn viele LKW-Fahrer sagen „Danke“ mit ihren Blinkern. Ein kurzes Aufblinken als freundliche Geste im oft stressigen Straßenverkehr. Für seinen täglichen Einsatz ist Andreas Kuklinski unser Duisburger des Monats. Mit seiner Arbeit sorgt er dafür, dass Waren zuverlässig ankommen – und der Alltag in Duisburg funktioniert.