
Duisburg wird am Samstag, 4. Juli 2026, zum Treffpunkt für Radfahrer aus ganz NRW. Die jährliche Fahrradsternfahrt.Ruhr findet in diesem Jahr in der Stadt an Rhein und Ruhr statt. Veranstaltet wird die Aktion von ADFC und VCD Duisburg, unterstützt von Velocity Ruhr und der Initiative für Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer setzen sich mit einer großen Fahrraddemo für eine andere Verkehrspolitik und für zukunftsfähige Mobilität ein. Das diesjährige Motto lautet: „Verbindungen schaffen - gemeinsam unterwegs für eine nachhaltige Zukunft“. Nach Angaben der Veranstalter kommen jedes Jahr mehr als tausend Menschen zu der Sternfahrt zusammen.
Start in Neudorf und Rundfahrt durch Duisburg
Ziel der verschiedenen Zulaufrouten ist der Ludgeriplatz in Neudorf. Dort beginnt ab 12.30 Uhr ein Vorprogramm für die Teilnehmer. Um 14 Uhr startet dann die große Fahrraddemo durch Duisburg. Die Route ist laut Veranstaltern rund 20 Kilometer lang und führt unter anderem an Industrie, Hafen, Rhein und Ruhr vorbei. Ab etwa 16.15 Uhr ist wieder am Ludgeriplatz ein Bühnenprogramm geplant. Dort stellen sich auch mehrere Organisationen rund um nachhaltige Mobilität und Klimaschutz vor. Außerdem sind Essens- und Getränkestände sowie Livemusik der Kölner Band New Gravity und ein DJ-Set angekündigt.
Veranstalter fordern sichere Radwege in Duisburg
Die Organisatoren verbinden die Sternfahrt mit klaren Forderungen an die Verkehrspolitik. Lara Schartau-Engelking, Sprecherin des ADFC Duisburg, sagt: „Mit der Fahrradsternfahrt Ruhr setzen über tausend Menschen jedes Jahr ein Zeichen, indem sie sich auf das Fahrrad schwingen und gemeinsam eine bessere Radinfrastruktur, sichere Fahrradwege und mehr Platz für Fahrrad und andere umweltfreundliche Verkehrsmittel in der Region einfordern.“ Auch der VCD Duisburg wirbt für breite Teilnahme. Sprecherin Antje Ahlbrecht erklärt: „Wir laden besonders auch alle Duisburgerinnen und Duisburger ein, an diesem Tag mit uns auf gesperrten und gesicherten Straßen deutlich zu machen, dass eine andere Verkehrspolitik möglich ist.“ Die Veranstalter sehen die Aktion damit auch als Signal für mehr Lebensqualität und klimafreundliche Mobilität.
Sternchenfahrt rückt Kinder im Straßenverkehr in den Mittelpunkt
Neu ist in diesem Jahr die sogenannte Sternchenfahrt. Sie startet parallel zur großen Sternfahrt um 15 Uhr und richtet den Blick besonders auf die Situation von Kindern im Straßenverkehr. Die Tour orientiert sich am Konzept der KIDICAL MASS und führt auf einer deutlich kürzeren Strecke durch die Innenstadt. Nach Angaben der Veranstalter können auch kleine Kinder mitfahren, sogar auf dem Laufrad. Die Fahrt soll in Begleitung und auf gesicherten Straßen stattfinden. Kurz vor dem Ende treffen Sternchenfahrt und große Sternfahrt zusammen. Die letzten Meter zurück zum Ludgeriplatz legen dann alle Teilnehmer gemeinsam zurück.
Warum das Thema Radverkehr in Duisburg besonders aktuell ist
Das Thema passt in Duisburg zu einer breiteren Debatte über Verkehr und Sicherheit. Beim ADFC-Fahrradklima-Test belegte Duisburg zuletzt den letzten Platz unter den teilnehmenden Großstädten in Deutschland; der ADFC kritisierte dabei vor allem die Radwege und das Sicherheitsgefühl der Menschen. Gleichzeitig arbeitet die Stadt zusammen mit dem ADFC an neuen Nord-Süd-Radverbindungen, um unter anderem Pendlern eine Alternative bei erwarteten Verkehrsproblemen zu bieten. Auch beim Nahverkehr laufen Projekte für mehr unabhängige und zuverlässige Mobilität, etwa mit einer eigenen Fahrspur für die Linie 901 am OB-Karl-Lehr-Brückenzug.