
Die beiden Frauen aus Meiderich und Mülheim a.d.R. Sabine Dürfeld und Nadine Hoika möchten das Projekt Silberpfoten im Ruhrgebiet bekannter machen. Die Idee dahinter: Senioren, die ihr Haustier vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr allein versorgen können, sollen Unterstützung bekommen. So können Hunde, Katzen oder andere Tiere möglichst in ihrem gewohnten Zuhause bleiben. Nach Angaben der Initiatorinnen geht es vor allem um Hilfe im Alltag, etwa beim Gassigehen, bei Tierarztfahrten oder bei der Betreuung in Krankheitsfällen. Damit soll verhindert werden, dass Tiere vorschnell im Tierheim landen. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an ältere Menschen, die auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen sind.
Im Alter wird oft Hilfe benötigt
Gerade für ältere Menschen sind Haustiere oft ein wichtiger Teil des Alltags. Wenn die eigene Beweglichkeit nachlässt oder ein Krankenhausaufenthalt dazwischenkommt, wird die Versorgung aber schnell schwierig. Genau hier setzt das Projekt an. Wenn ein Mensch das zeitweise nicht mehr schaffe, das Tier regelmäßig Gassi zu führen, brauche das Tier trotzdem zuverlässig Betreuung, so Initiatorin Sabine Dürfeld. Ziel sei deshalb, punktuelle Hilfe zu organisieren, bevor eine Abgabe ins Tierheim nötig wird.
So funktioniert das Projekt Silberpfoten
Die Hilfe wird zentral über das Projekt organisiert. Senioren, die Unterstützung brauchen, können sich dort melden. Auch Ehrenamtliche können sich registrieren und angeben, wann und in welchem Umfang sie helfen können. Laut den Initiatorinnen ist schon Unterstützung an einzelnen Tagen hilfreich. Es gehe nicht darum, dass eine Person dauerhaft alles übernimmt. Vielmehr sollen passende Kontakte vermittelt werden, damit Hilfe flexibel und alltagsnah möglich ist. Voraussetzung für Ehrenamtliche ist demnach unter anderem ein Mindestalter von 18 Jahren und eine bestehende Haftpflichtversicherung.
Gerade für Tierfreunde interessant
Das Angebot kann auch für Menschen interessant sein, die Tiere mögen, aber selbst kein eigenes Haustier haben. Nadine Hoika, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagiert, sagt:
"Also es ist eigentlich für jeden was, der vielleicht auch für Menschen, die keinen eigenen Hund haben können für eine gewisse Zeit. So ein bisschen wie Dog Sharing vielleicht und dann daraus entsteht halt die Win-Win-Situation, dass man sich gegenseitig hilft."
Infoveranstaltung in Neuenkamp geplant
Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann Anfang Juni eine Informationsveranstaltung besuchen. Geplant ist ein Termin am 1. Juni um 18:30 Uhr beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Duisburg-Neuenkamp, Mevissenstraße 12, 47059 Duisburg. Dort sollen sowohl Senioren als auch mögliche Ehrenamtliche angesprochen werden. Nach den Aussagen im Gespräch gibt es bereits Interesse an dem Thema, weil viele ältere Menschen Unterstützung bei der Tierhaltung brauchen könnten. Die Veranstaltung soll deshalb erklären, wie das Projekt funktioniert und wie sich Interessierte beteiligen können. Sabine Dürfeld und Britta Tüfflers-Schrey werden dann gemeinsam alle offenen Fragen klären. Bei Fragen könnt ihr bis dahin den Paritätischen unter der 0203 318 14-50 oder per E-Mail an begegnungsstaette@parisozial-duisburg.de erreichen. Weitere Informationen zum Projekt gibt es außerdem direkt online bei "Silberpfoten".