
Das Hauptzollamt Duisburg hat seine Jahresstatistik für 2025 vorgestellt. Die Behörde spricht von einem wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zu den Einnahmen von Staat und EU. Insgesamt wurden laut Zoll knapp sieben Milliarden Euro an Steuern und Zöllen erhoben und verwaltet. Dazu kamen mehr als fünf Millionen Warenpositionen, die zollrechtlich abgefertigt wurden. Auch bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung meldet das Hauptzollamt hohe Zahlen. Nach Angaben der Behörde wurde dabei eine Schadenssumme von 28,5 Millionen Euro ermittelt. Die Leiterin des Hauptzollamtes Duisburg, Stephanie Imhof lobt die gute Arbeit ihres Teams:
„Durch die Arbeit der Zöllnerinnen und Zöllner konnte das Hauptzollamt Duisburg im Jahr 2025 einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und finanziellen Leistungsfähigkeit unseres Staats und der EU beitragen. Im Fokus lagen auch der Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.“
Milliarden-Einnahmen für Staat und EU im Bezirk Duisburg
Den größten Anteil an den Einnahmen machten 2025 die Verbrauchsteuern aus. Allein hier kamen laut Hauptzollamt mehr als vier Milliarden Euro zusammen. Im Einzelnen nennt die Behörde 1,9 Milliarden Euro Einfuhrumsatzsteuer, 4,5 Milliarden Euro Energiesteuer, 227 Millionen Euro Stromsteuer und 222 Millionen Euro Kraftfahrzeugsteuer. Dazu kommen 51,5 Millionen Euro Genussmittelsteuer, etwa auf Alkohol, Bier und Kaffee. Für den Haushalt der Europäischen Union nahm das Hauptzollamt Duisburg außerdem Zölle in Höhe von 245 Millionen Euro ein.
Schwarzarbeit: Fast 29 Millionen Euro Schaden festgestellt
Auch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit war 2025 stark gefordert. Im Bezirk des Hauptzollamts Duisburg gab es nach Behördenangaben mehr als 500 Arbeitgeberprüfungen in unterschiedlichen Branchen. Insgesamt leitete der Zoll rund 5.500 Verfahren ein, darunter 4.440 Strafverfahren und mehr als 1.000 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die ermittelte Schadenssumme lag an den Standorten Duisburg und Emmerich bei knapp 29 Millionen Euro. Nach Abschluss der Strafverfahren verhängten Gerichte mehr als 45 Jahre Freiheitsstrafe sowie Geldstrafen in Höhe von 1,5 Millionen Euro. In Ordnungswidrigkeitenverfahren kamen außerdem Bußgelder von mehr als einer Million Euro hinzu.
Kontrollen in Duisburg, Emmerich und am Flughafen Weeze
Die Kontrolleinheiten in Duisburg und Emmerich sowie die Kontrolleinheit Reiseverkehr am Flughafen Weeze meldeten 2025 deutlich mehr Sicherstellungen im Bereich Rauschgift. Nach Angaben des Hauptzollamts wurden mehr als zwei Tonnen Drogen sichergestellt. Im Jahr davor waren es demnach 190 Kilogramm. Im Einzelnen nennt die Behörde fünf Kilogramm Kokain und Heroin, 1.950 Kilogramm Marihuana und Haschisch, acht Kilogramm Ecstasy, 325 Kilogramm Amphetamin, zwei Kilogramm Methylamphetamin und rund 68 Kilogramm sonstige Betäubungsmittel sowie neue psychoaktive Substanzen. Außerdem wurden mehr als 1.400 Strafverfahren eingeleitet.
Auch viel Tabak sichergestellt
Auch bei unversteuertem Tabak gab es einen deutlichen Anstieg. 2025 stellten die Einsatzkräfte nach Zollangaben mehr als 2.600 Kilogramm sicher. Im Vorjahr waren es rund 600 Kilogramm. Die Kontrollen dienen dazu, Schmuggel zu verhindern, Beschränkungen im Warenverkehr zu überwachen und Steuerhinterziehung zu verfolgen. Damit soll auch der Verbraucherschutz gestärkt werden. Wenn bei der Abfertigung bedenkliche Waren auffallen, werden diese an die zuständigen Fachbehörden weitergegeben.
Warenabfertigung und Vollstreckung im Raum Duisburg
Die Zollämter Emmerich, Essen, Ruhrort und Straelen-Autobahn fertigten 2025 zusammen mehr als fünf Millionen Warenpositionen ab. In 2,2 Millionen Fällen ging es um Einfuhren, in 2,7 Millionen Fällen um Ausfuhren und in 200.000 Fällen um Versandverfahren. Nach Angaben des Hauptzollamts trägt diese Arbeit auch zum Schutz der Verbraucher bei, weil auffällige oder möglicherweise gefährliche Waren genauer überprüft werden. Gleichzeitig vollstreckte das Hauptzollamt Duisburg in rund 244.000 Fällen offene Forderungen. Dabei wurden über 104 Millionen Euro beigetrieben. Das waren rund zehn Prozent mehr als im Jahr 2024.