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Duisburg Flying Bats suchen Unterstützung: Neuer Baseballplatz soll in Bissingheim entstehen
© Danylo Cherkashenko / Duisburg Flying Bats
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Duisburg Flying Bats suchen Unterstützung: Neuer Baseballplatz soll in Bissingheim entstehen

Die Duisburg Flying Bats stehen vor einem Neuanfang. Nach Jahren auf einem Trainingsgelände in Neumühl baut der kleine Baseball- und Softballverein jetzt beim ETuS Bissingheim seine neue Heimat auf – und braucht dafür dringend Hilfe aus der Bevölkerung.

Veröffentlicht: Freitag, 16.01.2026 03:55

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In Duisburg wird nicht nur Fußball, Handball oder Eishockey gespielt, auch Base- und Softball wird bei uns erfolgreich betrieben. Der 2020 gegründete Verein Duisburg Flying Bats mit rund 40 Mitgliedern aus über zehn Nationen, trainierte mehrere Jahre auf einem Sportplatz in Neumühl. Doch die Bedingungen waren alles andere als ideal: Keine sanitären Anlagen, kein Wasser- oder Stromanschluss. Noch schwerer wog eine Serie von Einbrüchen, die den Verein erschütterte.

Nach langer Suche fanden die Flying Bats schließlich beim ETuS Bissingheim 1925 e.V. eine neue sportliche Heimat. Auf einer bislang ungenutzten Fläche entsteht dort der neue Trainingsplatz – komplett in Eigenleistung.

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Duisburg Flying Bats suchen Unterstützung: Neuer Baseballplatz soll in Bissingheim entstehen
© Danylo Cherkashenko / Duisburg Flying Bats
Die Flying Bats wurden letztes Jahr BBQ-Liga-Sieger im Mixed Softball.
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40.000 Euro für Zäune, Rasen und Material

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Die Mitglieder haben bereits kräftig angepackt: Rodungsarbeiten sind erledigt, Bäume gefällt, der Untergrund für zwei Container vorbereitet. Doch die größten Investitionen stehen noch bevor. Backstops und Sicherheitszäune kosten rund 25.000 Euro, für Rasen und Spielfeldaufbau werden weitere 15.000 Euro benötigt.

"Wir brauchen dringend Material", erklärt Softball-Trainerin Elke Borgmann. "Hier reden wir über ein paar hundert Tonnen Mutterboden und Sand insgesamt." Über eine Spendenaktion auf Betterplace haben die Flying Bats etwa 25 Prozent der benötigten Summe zusammen – etwas über 9.000 Euro.

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Duisburg Flying Bats suchen Unterstützung: Neuer Baseballplatz soll in Bissingheim entstehen
© Radio Duisburg
Auf dem alten Ascheplatz auf dem Gelände des ETuS Bissingheim wurden bereits Bäume und Büsche gerodet, um in Zukunft dort Base- und Softball zu spielen.
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Randsportart mit großem Potenzial

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Baseball und Softball fristen in Deutschland noch immer ein Nischendasein. Während die Sportarten in den USA, Japan und Lateinamerika Millionen begeistern, spielen in deutschen Städten meist nur 40 bis 100 Menschen. "In NRW gibt es viele Vereine – in Ratingen, Krefeld, Bochum – aber es fällt nicht auf, weil wir eine Randsportart sind", sagt die erfahrene Trainerin, die selbst seit fast 30 Jahren dabei ist.

Für ein Spiel werden jeweils neun Spieler auf dem Feld benötigt, plus Reserve. Die Flying Bats schaffen das meistens – notfalls helfen sich Baseball- und Softballteam gegenseitig aus. Der größte Unterschied zwischen den beiden Sportarten: Softball nutzt einen größeren Ball und ein kleineres Feld (60 statt 100 Meter), die Regeln sind aber nahezu identisch.

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Duisburg Flying Bats suchen Unterstützung: Neuer Baseballplatz soll in Bissingheim entstehen
© Radio Duisburg
Hier soll in Zukunft erfolgreich Base- und Softball gespielt werden. Das klappt nur mit der Hilfe von Spenden.
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Jugendarbeit als Schlüssel zur Zukunft

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Besonders wichtig ist dem Verein der Aufbau einer Jugendabteilung. "Aktuell haben wir keine Jugend", bedauert Borgmann. "Über Jugendteams würde das automatisch laufen – dann sind die Eltern dabei, dann wird der Kreis größer."

Die neue Anlage beim ETuS Bissingheim soll dabei helfen. Anders als in Neumühl herrscht dort reges Vereinsleben. "Hier ist immer Betrieb, besonders im Sommer", freut sich die Trainerin. "Kinder spielen auf der Wiese, Geschwisterkinder schauen zu – und Bissingheim ist wie ein Dorf, jeder kriegt alles mit."

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Erfolge trotz kleiner Mannschaft

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Sportlich läuft es unterschiedlich: Während das Softballteam seinen dritten BBQ-Liga-Titel der Vereinsgeschichte gewann, musste das Baseballteam den Abstieg aus der Landesliga hinnehmen. Doch der Verein blickt optimistisch nach vorn.

"Baseball ist was anderes als Fußball oder Handball", erklärt Borgmann die Faszination. "Es gibt einzelne schnelle Spielzüge, dann ist wieder Ruhe. Es ist viel Taktik dabei." Und: "Ein Spiel ist ein Event – es dauert zwei bis drei Stunden, wir haben Catering, die Gegner sind länger da. Es ist nicht einfach nur ein Spiel."

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So könnt ihr den Flying Bats helfen

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Die Flying Bats suchen neben Geldspenden auch Sachspenden: Mehrere hundert Tonnen Mutterboden und Sand werden für den Platzaufbau benötigt. Bauunternehmen oder Privatpersonen, die größere Mengen abzugeben haben, können sich direkt beim Verein melden.

Geldspenden sind über die Betterplace-Kampagne möglich. Hier kommt ihr zur Spendenseite. Der erste Spatenstich für die Zäune ist für Mai geplant. Dann soll langsam erkennbar werden, dass hier bald Baseball gespielt wird.

Und natürlich sind auch neue Mitglieder gerne gesehen: Bei den Flying Bats ist jeder willkommen – egal ob jung oder alt, mit oder ohne Vorkenntnisse. "Wer bei uns anfängt, spielt schon nach ein paar Wochen", verspricht Borgmann. "Wir wollen alle spielen lassen – bei uns sitzt kaum einer nur auf der Bank."

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