
Der MSV Duisburg steht vor einem echten Endspiel um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Vor dem letzten Spieltag lebt der Traum von der Rückkehr in die Zweitklassigkeit weiter. Nach dem 0:0 beim FC Erzgebirge Aue haben die Zebras den direkten Aufstieg aber nicht mehr nur in der eigenen Hand. Energie Cottbus liegt mit zwei Punkten Vorsprung auf dem zweiten Platz. Der MSV belegt derzeit den Relegationsplatz. Gleichzeitig schauen die Duisburger auch auf Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock, die ebenfalls noch Druck machen.
Was für Duisburg nötig ist
Die wichtigste Voraussetzung für den direkten Aufstieg ist ein Heimsieg gegen Viktoria Köln. Das Spiel findet morgen (16.05.) ab 13.30 Uhr in der Schauinsland-Reisen-Arena statt. Gleichzeitig müsste Energie Cottbus auswärts gegen Jahn Regensburg verlieren. Dann würde der MSV in der Tabelle noch an Cottbus vorbeiziehen. Sollte Cottbus nur unentschieden spielen, käme es zusätzlich auf das Torverhältnis an. Auch Rot-Weiss Essen spielt in den Rechnungen eine Rolle, weil der Rivale punktgleich mit dem MSV ist, aber 6 Tore hinter den Zebras liegt.
Relegation in der eigenen Hand
Auch wenn es mit dem direkten Aufstieg nicht klappt, kann sich der MSV Duisburg die Relegation sichern. Diese Möglichkeit haben die Zebras weiter in der eigenen Hand. Entscheidend ist dabei vor allem der Vergleich mit Rot-Weiss Essen. Sollte Essen im Parallelspiel nicht mehr holen als der MSV und auch das Torverhältnis nicht drehen, bleibt Duisburg vor dem Reviernachbarn. Falls der MSV verliert, käme zusätzlich Hansa Rostock ins Spiel. Dann müssten die Duisburger auf einen Ausrutscher der Rostocker in Saarbrücken hoffen.
Was passiert, wenn Duisburg leer ausgeht
Im schlechtesten Fall verpasst der MSV sogar den Relegationsplatz und bleibt auch in der kommenden Saison in der 3. Liga. Dazu müsste Duisburg sein Heimspiel gegen Viktoria Köln verlieren oder unentschieden spielen und gleichzeitig die Konkurrenz punkten. Vor allem Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock könnten dann noch vorbeiziehen. Für die Fans wäre das ein bitteres Ende eines lange offenen Aufstiegsrennens. Klar ist aber auch: Vor dem letzten Spieltag ist für den MSV noch alles drin. Zwischen direktem Aufstieg, Relegation und Enttäuschung ist weiterhin jedes Szenario möglich.
DFB-Pokal: Auch dieser Platz ist noch wichtig
Am letzten Spieltag geht es für den MSV Duisburg nicht nur um die 2. Bundesliga, sondern auch um den DFB-Pokal. Die ersten vier Klubs der Tabelle qualifizieren sich für die erste Runde. Wenn Hansa Rostock in Saarbrücken gewinnt, braucht der MSV demnach mindestens einen Punkt gegen Viktoria Köln, um auf einem Pokalplatz zu bleiben. Dazu kommt noch das Landespokal-Finale gegen den SC St. Tönis. Auch dort kann sich Duisburg noch das Ticket für den DFB-Pokal sichern. Das Saisonfinale hat für den MSV also gleich in mehrfacher Hinsicht große Bedeutung. Sollten die Meidericher die Relegation erreichen, würde sich das auf den 23. Mai anberaumte Pokalfinale im Niederrhein-Pokal auf den 28. Mai verschieben.