
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft hat im Jahr 2025 mehr Leistung auf die Straße und Schiene gebracht. Mit 14,8 Millionen gefahrenen Kilometern waren Busse und Bahnen fast eine Million Kilometer mehr unterwegs als noch 2024. Ein Grund dafür ist das Bezirkskonzept Mitte. Dabei hat die DVG Linienführung und Taktung im Bereich der Stadtmitte angepasst. Gleichzeitig nutzten mehr Menschen den Nahverkehr in Duisburg. Insgesamt stieg die Zahl der Fahrgäste auf 50 Millionen und damit um rund 1,1 Millionen gegenüber dem Vorjahr.
Stadtmitte profitiert vom Ausbau des ÖPNV
Nach Angaben der DVG hat vor allem die Umsetzung des Bezirkskonzeptes Mitte für das größere Fahrplanangebot gesorgt. Damit sollte der ÖPNV in Duisburg attraktiver und besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmt werden. Auch die Einnahmen aus dem Verkehr sind gestiegen. Sie lagen 2025 bei 52,8 Millionen Euro. Trotzdem schloss die DVG das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 86,1 Millionen Euro ab. DVG-Vorstandsvorsitzender Marcus Vunic sagt:
„Der Ausbau des Angebots bedeutet mehr ÖPNV für Duisburg und das ist mit Blick auf die Ziele der Verkehrswende eine gute Nachricht.“
Gleichzeitig macht er deutlich, dass die zusätzlichen Kosten nicht allein durch Ticketverkäufe gedeckt werden können.
Neue Bahnen für die Linien 901 und 903
Auch beim Komfort für die Fahrgäste hat sich 2025 etwas getan. Die Modernisierung der Straßenbahnflotte ist weiter vorangeschritten. Nach DVG-Angaben sind inzwischen 42 neue Schienenfahrzeuge für die Linien 901 und 903 in Duisburg eingetroffen, zwölf davon im vergangenen Jahr. Andreas Gutschek, Vorstand Infrastruktur und Strategie bei der DVG, sagt:
„Die neuen Bahnen bieten den Fahrgästen wesentlich mehr Komfort durch neueste Technik und Ausstattung.“
Außerdem hätten sie für mehr Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit gesorgt. Auch für die Linie U79 werden gemeinsam mit der Rheinbahn neue Fahrzeuge beschafft.
Wasserstoffbusse im Duisburger Netz
Neben den Bahnen modernisiert die DVG auch ihre Busflotte. Bereits jetzt sind 25 Wasserstoffbusse im Duisburger Netz im Einsatz. Gemeinsam mit der Stadt Duisburg wurde 2025 die Beschaffung von 55 weiteren Wasserstoffbussen auf den Weg gebracht. Geplant sind 26 Standardbusse und 29 Gelenkbusse. Die Auslieferung soll in drei Etappen bis Ende 2028 erfolgen. Insgesamt investiert die DVG rund 47 Millionen Euro in das Projekt, dazu kommen Fördermittel des Bundes in Höhe von rund 15 Millionen Euro. Damit soll der Nahverkehr in Duisburg moderner und emissionsärmer werden.
Höhere Kosten für den Nahverkehr in Duisburg
Der Ausbau des Angebots und die Modernisierung der Flotte kosten die DVG deutlich mehr Geld. Für den Betrieb des ÖPNV wurden 2024 noch 165,6 Millionen Euro aufgewendet, 2025 waren es bereits 183,8 Millionen Euro. Auch der Personalbedarf ist gestiegen. Die DVG beschäftigt inzwischen 875 Menschen und damit 62 mehr als im Vorjahr. Marcus Vunic verweist außerdem auf wachsende Abozahlen beim Deutschlandticket und betont, dass der ÖPNV dauerhaft auf Unterstützung von Bund und Land angewiesen sei. Auch die DVG hatte zuletzt eine positive Bilanz zum Deutschlandticket in Duisburg gezogen.